Neutraler Boden

Rötelmäuse begegnen sich auf neutralem Boden

Bei dieser Methode lernen sich die Tiere in einem neutralen Areal ohne Einrichtung kennen, das alle Tiere zum ersten Mal betreten, z.B. im Freilauf in der Wohnung, in einem fremden oder von den Gerüchen gereinigten Käfig oder in der Badewanne. Das neutrale Gelände kann auch das als Endkäfig vorgesehene Gehege sein. Hier können sie sich in Ruhe beschnuppern und einschätzen. Die Tiere sollten bei dieser Methode mindestens 2 bis 5 Stunden, besser länger, sorgsam beaufsichtigt werden, da sich Aggressionen nicht immer sofort entwickeln.
Sind die Tiere auch nach 24 Stunden friedlich, können Sie ihnen erstes Inventar anbieten oder die Tiere in ihr Endgehege umsetzen, so der neutrale Boden ein anderer Käfig war. Werden die Tiere umgesetzt, sollten Sie erst etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Umsetzen das erste Inventarstück anbieten. Nehmen Sie beim Umsetzen benutzte Streu – so vorhanden – mit in das neue Gehege.
Dieser Weg der Vergesellschaftung eignet sich vor allem für als friedlich bekannte Arten bzw. Geschlechter.
Der Stresspegel ist vergleichsweise niedrig und die Methode braucht nicht allzu viel Zeit.
Jedoch hat sie nicht in jedem Fall ein stabiles Resultat. Dann sollte sie mit anderen Methoden kombiniert werden, etwa die Tiere erst im Trenngitter einige Tage einander vorstellen, bevor sie einander das erste Mal direkt begegnen.

 
verhalten/neutraler-boden.txt · Zuletzt geändert: 08.07.2010 08:46 von angelus     Nach oben
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