Mobbing

Bei manchen Arten büßen Mobbingopfer schnell Schwanz- und/oder Ohren ein

Mobbing ist auch Mäusen nicht unbekannt und kann viele Formen haben. So kann es sein, dass das Mobbingopfer immer wieder vom Futter weggebissen wird oder einzelne Gruppenmitglieder nicht mehr aus dem Häuschen heraus- oder hineingelassen werden. Einzelne Tiere werden derart gemobbt, daß sie einige Bereiche nicht mehr betreten dürfen oder ausschließlich in einzelnen Bereichen bleiben müssen.
Eine weitere Form des Mobbings sind die „Prügelknaben“ der Gruppe. Sie stehen in der Rangordnung weit unten und werden meist von ranghohen Tieren drangsaliert und gebissen. Wird dabei nicht eingegriffen, können die betroffenen Tiere Schwanz, Ohren oder Zehen - im schlimmsten Fall - auch ihr Leben verlieren.
Meist entspannen sich solche Situationen nicht wieder von allein. Hier hilft nur die Umstrukturierung oder Neuvergesellschaftung der Gruppe. Zu lange zu warten, ob sich die Situation nicht doch wieder einrenkt, kann den Tieren sogar gesundheitlich schaden, da das Mobbingopfer unter ständigem Streß steht. Vor allem sensible Arten wie Rötelmäuse oder Streifengrasmäuse versterben dann schnell.
Mobber sind in der Regel sehr dominante Tiere, während Mobbingopfer fast immer sehr devot sind. Achten Sie darauf, wenn Sie die Tiere neuen Partnern vorstellen.
Bei Mobbingopfern kann es allerdings in seltenen Fällen passieren, dass diese dann ihrerseits dominante Allüren gegenüber dem/den neuen Partner(n) bekommen. Das lässt sich allerdings im Vorfeld nicht herausbekommen. Hier müssen Sie es auf einen Versuch bei der neuen Gruppenzusammenstellung ankommen lassen.

 
verhalten/mobbing.txt · Zuletzt geändert: 23.05.2011 12:58 von angelus     Nach oben
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