Kuscheln

Kuschelnde Sina-Stachelmäuse

Kuscheln ist ein weiteres, essentielles Verhalten sozialer Nager, mit dem sie ihr Kontaktbedürfnis befriedigen. Wird ihnen der lebensnotwendige Kontakt zu Artgenossen verwehrt, sind psychische Schäden und ein immenser, leider aber meist recht unsichtbarer Leidensdruck die Folge. Halten Sie Tiere sozialer Arten daher niemals einzeln!
Die Gruppe oder der Partner vermittelt der angekuschelten Maus zudem ein Gefühl von Schutz und Sicherheit. Allein würden sie sich unwohl und gestresst fühlen. Wie groß die Gruppe zum Ankuscheln sein muß, damit sich die Mitglieder wirklich wohl und geborgen fühlen, ist von Art zu Art unterschiedlich. Arten, die in der Natur im Paar leben, sind mit einem weiteren Partner völlig zufrieden. Lebt eine Art allerdings in der Natur in kleineren oder gar großen Verbänden, brauchen sie auch in der Haustierhaltung entsprechend mehr als einen Partner. Achtung: Einige in der Natur eher solitär lebende Arten haben sich in der Haustierhaltung als durchaus sozial und kontaktbedürftig erwiesen. Informieren Sie sich daher sowohl über das Verhalten der Wildtiere wie auch der in Haustierhaltung gehaltenen Exemplare der von Ihnen gewählten Tierart.
Bei sehr kleinen Arten wie Afrikanischen Knirpsmäusen hat das Kuscheln in größeren Haufen noch eine weitere Funktion: Es soll Energie sparen, da die Gruppe die Körperwärme mit weniger Energie aufrecht erhalten kann, als wenn jedes Tier für sich allein schlafen würde. So haushalten sie mit der aus der Nahrung gewonnen Energie effektiver und müssen nicht so oft zum Fressen aufstehen.
Darüber hinaus wird durch den engen Körperkontakt der Gruppenmitglieder auch der Gruppenduft aufrecht erhalten.


 
verhalten/kuscheln.txt · Zuletzt geändert: 21.06.2010 16:13 von angelus     Nach oben
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