Krank
Krankheit allgemein
Einzelne Krankheiten lassen sich mitunter gut und zielsicher an ihren Symptomen erkennen. Schwieriger ist das, wenn sich eine Krankheit nur verdeckt in gestörtem Allgemeinbefinden ausdrückt. Dieses schlägt sich immer auch im Verhalten der Tiere nieder.
Die betroffenen Tiere sind weniger aktiv, zeigen mitunter ein gesträubtes Fell und/oder eine verminderte Nahrungsaufnahme. Schon minimale Abweichungen vom gewohnten Verhalten und Aussehen der Tiere können auf ein gestörtes Allgemeinbefinden hindeuten und sollten vom Halter ernst genommen werden.
Einzelne Erkrankungen können das Verhalten der Tiere jedoch massiv verändern. Diese Veränderungen werden im entsprechenden Abschnitt der Hompage genauer vorgestellt.
Exkurs: Farbmäuse und Halluzinationen
In vereinzelten Fällen konnten bei ansonsten gesunden Farbmäusen Halluzinationen beobachtet werden. Wodurch sie ausgelöst wurden, ist nicht bekannt.
Die betroffenen Tiere zeigen dabei in ihren Phasen oft interagierendes Verhalten mit Tieren, die gar nicht da sind. Sie erschreckten sich vor imaginären Artgenossen oder drohten ihnen. Dieses Verhalten trat sowohl in der Gruppe (z.B. in einem Nest voll schlafender Mäuse) wie auch dann auf, wenn das Tier allein unterwegs war. Tiere, die allein durch das Gehege streiften, schienen mitunter auch Eindringlinge oder fremde Artgenossen zu suchen, die es nicht geben konnte.
Auch wurden die Halter von den ansonsten eher zahmen Tieren im Verlauf einer halluzinierenden Phase gebissen, ohne dass sich das Tier kurz darauf daran zu erinnern schien. Auch an Aggressionen gegen Artgenossen schienen sich die Tiere kurz darauf nicht mehr erinnern zu können.
Dieses Verhalten wurde bisher nur sehr selten an wenigen Individuen beobachtet. Läßt sich für auffälliges, den oben beschriebenen Phänomenen ähnlichen Verhalten eines Tieres jedoch auch bei gründlicher Untersuchung keine andere Ursache feststellen, können Sie in Betracht ziehen, dass das betroffene Tier halluziniert.