Hamstern
Beim Hamstern legen die Tiere mehr oder minder große Vorratsverstecke an, in denen sie hauptsächlich Trockenfutter bunkern. Dieses Verhalten lässt sich bei einigen Arten natürlicherweise beobachten und gehört damit zu einem der Art entsprechendem Verhaltensspektrum. Diese Arten müssen Gelegenheit bekommen, dem Sammeltrieb auch nachzukommen.
Arten wie Farbmäuse oder Mongolische Rennmäuse hamstern eher selten von Natur aus. Jedoch läßt sich dieses Verhalten bei Tieren aus schlechter Haltung, die Hungerperioden kennengelernt haben, gehäuft beobachten. So lassen sich recht sichere Rückschlüsse auf Teile der Haltungsbedingungen von Fundtieren ziehen.
Von Natur aus hamsternde Arten sind zum Beispiel Weißfußmäuse, Maushamster und alle Hamsterarten. Vor allem die beiden erstgenannten Arten neigen dazu, das Futter nicht nur in Vorratslagern zu bunkern, sondern es vor dem Einlagern auch zu sortieren. So findet man in einer Ecke Getreidekörner, in einer anderen Kleinsaaten, in wieder einer anderen Fettsaaten. Dabei können die Tiere im Laufe der Zeit erstaunliche Mengen zusammentragen. Vorräte von 1 kg und mehr sind keine Seltenheit.
Interessanterweise hamstert bei manchen Arten ein Geschlecht deutlich mehr als das andere oder die Tiere bevorzugen bestimmte Plätze, um das Futter einzulagern. So konnte ich bei meinen Hirschmäusen beobachten, daß vor allem die Weibchen hamstern und daß sie zudem Hängehäuser Lagern auf dem Boden oder in Asthöhlen deutlich vorziehen.
Die Saatenvorräte werden bei manchen Arten und Gruppen so sauber gehalten, daß die Tiere es auch nach Wochen und Monaten noch ohne Probleme fressen können. Bei meinen Hirschmausweibchen (siehe Bild) war das Futter so sauber, als käme es direkt aus der Futtertonne.
Durch Kot und/oder Urin verunreinigtes Futter sollten Sie aber immer entsorgen, wenn Sie es finden.
Grundsätzlich entsorgen sollten Sie gebunkertes Frischfutter, da dieses schnell gammelt oder schimmelt.

