Gruppenstruktur
Soziale Mäusearten leben in einer hierarchischen Gruppenstruktur. Eine feste, von allen Gruppenmitgliedern akzeptierte Rangordnung ist daher der einzige Garant für eine ruhige und harmonische Gruppe.
Werden Ränge oder gar die Position des Alphatieres in Zweifel gezogen, kommt es zu Unruhe und auch zu Kämpfen innerhalb der Gruppe. Diese legen sich nach der Neuverteilung der Ränge jedoch recht schnell wieder.
Kann eine Gruppe die Rangordnung nicht wieder festigen, passen die Tiere charakterlich nicht zusammen oder wurden Fehler bei der Vergesellschaftung gemacht, wird die Gruppe dauerhaft unruhig. Drohgesten und Streit sind dann über einen längeren Zeitraum an der Tagesordnung. Findet die Gruppe nicht zu einer festen Ordnung, kann die Unruhe in handfeste Beißereien mit ernsten Verletzungen ausarten. Aber auch weniger aggressive Unruhe führt dauerhaft zu Streß.
Unruhige Gruppen sollten daher immer besonders beobachtet werden. Bei ihnen ist der Erhalt des Gruppenduftes besonders wichtig, damit die ohnehin schon unruhige Sippe nicht ganz zerfällt. Hält die Unruhe über mehrere Wochen an, kann der Streß für die Tiere auf das Immunsystem und damit auf die Gesundheit schlagen. Eine Umstrukturierung oder eine erneute Vergesellschaftung der Gruppe ist dann dringend angeraten.
