Grundregeln der Vergesellschaftung
Vergesellschaftungen sind so individuell wie die Tiere, die sich kennen lernen, und die Methoden, die man anwenden kann. Jedoch gibt es Regeln, die Sie immer beachten sollten, da sie die Chance auf einen Erfolg der Vergesellschaftung erhöhen.
1. Finden Sie möglichst viel über die zu vergesellschaftenden Tiere heraus!
Beschäftigen Sie sich mit der Vorgeschichte und dem früheren Verhalten aller Tiere. Je mehr Sie über jedes einzelne Tier wissen, umso wahrscheinlicher können Sie es richtig einschätzen. Besonders interessant sind dabei das Verhalten bei früheren Vergesellschaftungen, das Verhalten in der Gruppe und Perioden der Einsamkeit.
Die Beachtung dieser Regel hilft auch, zueinander passende Tiere auszuwählen.
2. Planen Sie für den Anfang der Vergesellschaftung ausreichend Zeit ein!
Beginnen Sie Vergesellschaftungen möglichst an Freitagen oder Wochenenden, wenn Sie viel Zeit haben, die Tiere zu beaufsichtigen, da dies vor allem in der Anfangsphase der Vergesellschaftung sehr wichtig ist. Hier kristallisieren sich am ehesten Probleme heraus, die gleich behoben werden müssen, um den erfolg der Vergesellschaftung nicht zu gefährden.
3. Reinigen Sie Gehege und Inventar!
Um das Inventar und das Gehege geruchlich zu neutralisieren, eignet sich eine Lösung aus Essigessenz und Wasser. Diese Lösung muss nach einer Einwirkzeit von etwa 1 Stunde gründlich abgespült bzw. abgewischt werden. Um die empfindlichen Nasen nicht zu reizen, sollten Käfig und Inventar mindestens 24 Stunden an einem gut gelüfteten Raum trocken.
4. Krallen Sie sich nicht an einer Methode fest!
Es gibt für jede Art eine Methode, die tendenziell am besten für die Vergesellschaftung geeignet ist. Aber auch Tiere sind Individuen. Daher kann eine Vergesellschaftungsmethode, die für eine Gruppe gepasst hat, für die nächste völlig unpassend sein. Beobachten Sie die Tiere genau und wechseln Sie die Methode, wenn die aktuelle Probleme verursacht.
5. Haben Sie immer einen Plan B!
Hundertmal geht es gut und beim Hundertersten geht es voll daneben. Das kann einem immer passieren. Überlegen Sie sich also vor der Anschaffung neuer Tiere immer, was aus den Neuen werden soll, wenn die Vergesellschaftung scheitert.
6. Bleiben Sie ruhig!
Nervosität überträgt sich. Wenn Sie aufgeregt und hibbelig sind, werden auch die Tiere unruhiger. Daher ist es wichtig, dass Sie äußerlich und innerlich ruhig an eine Vergesellschaftung heran gehen. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie sich Hilfe oder informieren Sie sich vorher so, dass Sie sich auch wirklich gut vorbereitet fühlen.