Angst/Schreck

Erschrockene Hirschmaus

Angst ist eine Grundempfindung, gerade für Mäuse als Fluchttiere, denen sie das Leben retten kann. Erschreckt man seine Tiere oft oder setzt sie immer wieder angstauslösenden Situationen aus, reagieren die Tiere mit mehr oder minder deutlichen Anzeichen von Streß.
Obwohl Angst grundlegend und für viele Tiere eine sehr vertraute Empfindung ist, wird sie leicht übersehen. Angstreaktionen sind höchst unterschiedlich und reichen von angespannter Körperhaltung und Unsicherheit bis zu plötzlichem Zubeißen. Hat eine Maus Angst bei einer Berührung können Sie gut beobachten, wie das Tier die Augen zusammenkneift. Erschrecken sich die Tiere, können die Vertreter einiger Arten wie etwa der Wüstenspringmäuse oder der Hirschmäuse aus dem Stand urplötzlich sehr hoch, andere wie etwa Streifengrasmäuse sehr weit springen. Ruhigere Arten wie Farbmäuse dagegen zucken sichtbar zusammen.
Haben Tiere vor einem Artgenossen oder dem Vertreter einer anderen Mausart Angst, lassen sich auch Abwehrgesten wie das Aufstellen auf die Hinterbeine und die gut vernehmbare Äußerung von Angstlauten beobachten.
Bei verhaltensgestörten Tieren kann extreme Angst vor Artgenossen oder artähnlichen Gesellschaftstieren auch in Angstbeißen oder permanentes, über Tage und Wochen auftretendes Angstschreien resultieren. Schon die pure Gegenwart eines anderen Tieres löst dann lautes Geschrei und eine Abwehrhaltung aus, selbst wenn das andere Tier das schreiende gar nicht beachtet. Kommen Artgenossen dann auf so ein ängstliches Tier zu und berühren es vielleicht sogar, tritt es dann die Flucht nach vorn an und beißt zu, bevor es selbst gebissen wird. Dabei ist es für die Beißreaktion unerheblich, ob die Artgenossen aggressiv, zurückhaltend oder neugierig auf die ängstliche Maus zu kommen.

 
verhalten/angst.txt · Zuletzt geändert: 28.06.2010 16:31 von angelus     Nach oben
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