Abwehr und Unterwerfung

Abwehrgeste mit erhobenen Pfoten

Eine typische Abwehrhaltung bei Mäusen ist die folgende: Die Maus stellt sich auf die Hinterbeine, bietet den verletzlichen Bauch dar und hebt die Vorderpfoten steif nach vorn. Mitunter kippt sie in dieser Haltung auch nach hinten und bleibt dann auf dem Po sitzen oder auf dem Rücken liegen. Diese Geste wird oft von deutlich vernehmbaren Abwehr- und/oder Angstlauten begleitet. Fruchtet die Geste nicht, kann ein Kampf folgen. In der Vergesellschaftung sollte man das aggressive Tier daher stören, wenn abzusehen ist, dass es nicht auf die Abwehr des unterlegenen Tieres reagiert.
Die oben beschriebene Abwehrhaltung nehmen Tiere jedoch nicht nur vor einem Kampf ein. Oft lässt sie sich auch nach einem Kampf beim unterlegenen Tier beobachten.
Auch Schwanztrommeln kann ein Anzeichen von Abwehr bzw. Angst sein.
Bei einer weiteren Geste duckt sich die unterlegene Maus und senkt das Köpfchen vor dem dominanteren Tier, um dieses zum Putzen aufzufordern. Dies soll die Situation entspannen und Frieden stiften, da Putzen eine Form des Sozialkontaktes innerhalb einer akzeptierten Gruppe ist.

 
verhalten/abwehr.txt · Zuletzt geändert: 28.06.2010 15:42 von angelus     Nach oben
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