Einführung in die Bestandshygiene

Über die Mittel

Zur Bestandshygiene gehören Mittel zur Bekämpfung von Endo- und Ectoparasiten sowie Pilzen am Tier selbst und in dessen Umgebung.
Achten Sie bei den verschiedenen Mitteln auf die beschriebene Anwendung! Mittel, die nur zur Behandlung der Umgebung ausgewiesen sind, dürfen Sie niemals am Tier anwenden! Halten Sie die angegebenen Dosierungen möglichst genau ein. Unterdosierungen schmälern den gewünschten Effekt oder lassen ihn ganz ausbleiben. Überdosierungen sind eine unnötige Belastung des Organsystems des behandelten Tiers bzw. der Umgebung.
Durch die Angst, sich Parasiten einzuschleppen, wenden einige Halter mehr und stärkere Präparate zur Umgebungsbehandlung an, als nötig ist.
Beachten Sie: Antiparasitika sind Gifte! Im Übermaß angewandt bekämpfen Sie nicht nur die Schädlinge, sondern schaden auch Ihren Tieren!
Die meisten der in dieser Rubrik vorgestellten Präparate dienen vorwiegend der Behandlung im Akutfall. Sie eignen sich nicht oder kaum zur Prophylaxe. Achten Sie daher darauf, welche Mittel für die Prophylaxe empfohlen werden!


Über die Bestandshygiene

Die Bestandshygiene soll das Einschleppen bzw. Ausbreiten von Keimen, Pilzen und Parasiten verhindern.
Zur Bestandshygiene zählen neben der Anwendung parasiten- und/oder pilztötender und/oder desinfizierender Mittel auch ganz einfache Maßnahmen wie die Einhaltung einer Quarantäne, wenn Sie neue Tiere bekommen. So stellen Sie sicher, dass die neuen Mitbewohner keine Krankheiten, Parasiten oder Pilze einschleppen.
Auch die so genannte Parasitenprophylaxe hat sich zur Vorbeugung bewährt. Sie besteht bei Mäusen in der Spot-on-Behandlung mit Stronghold oder Ivomec.
Selbstverständlich sein sollte das Sauberhalten der Gehege, um die Bildung von Brutstätten für Parasiten und Schimmelpilze zu vermeiden und die Tiere gesund und widerstandsfähig gegen Erkrankungen und Befall zu halten.
Neues Inventar aus dem Laden oder aus der Natur können Sie mit Essig reinigen, einfrieren, mit dem Dampfreiniger behandeln oder ausbacken. Orientieren Sie sich an den Grundregeln bei der Gewinnung von Ästen und Wurzeln als Inventar, ist das Risiko, Parasiten damit einzuschleppen, jedoch eher gering. Wägen Sie die Behandlungsnotwendigkeit ab.
Antiparasitika für die Umgebung gehören nicht prophylaktisch auf Inventar, das von den Tieren angenagt wird! Diese Mittel sollten generell dem Fall eines akuten Befalls vorbehalten bleiben. Selbes gilt für pilz- oder bakterien-/virentötende Mittel. Übertriebene Hygiene tut auch Tieren nicht gut.
Ebenfalls zur Bestandshygiene gehören abgeschlossene Behälter (z.B. Aquarien, Dunas) für die Quarantäne, da diese die Gefahr des Weitertragens von kontaminierter Streu sowie das Entkommen befallener Tiere deutlich herabsetzen.
Im Akutfall haben Sie mehrere Mittel zur Auswahl. Passen Sie die Wahl der Mittel immer dem betreffenden Keim, Pilz oder Parasiten an. Lassen Sie diese(n) daher immer möglichst genau bestimmen! Nicht immer muß es die große chemische Keule sein. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt bei der Wahl beraten!

 
mausapotheke/ueber_bestandshygiene.txt · Zuletzt geändert: 18.05.2009 22:51 (Externe Bearbeitung)     Nach oben
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