Spielzeug
Im Folgenden werden Ideen gesammelt, mit denen Sie Ihre Nager beschäftigen und zu mehr Bewegung anregen können.
Wenn Sie weitere Ideen vorschlagen möchten, freue ich mich immer über eine Mail!
Foodball
So genannte Foodbälle gibt es in verschiedenen Ausführungen. Am bekanntesten ist die Variante aus Metallgitter, die man im Käfig aufhängen kann. Diese Bälle sind leider nicht ganz ungefährlich. Die Tiere können beim Versuch, an das Futter zu kommen, auch abrutschen, schlimmstenfalls mit dem Kopf drin hängen bleiben und stranguliert werden.
Schöner sind geschlossene Foodbälle aus Kunststoff, die nur eine kleine Öffnung haben, deren Größe justierbar ist und durch die die Tiere an das Futter kommen. Befüllen Sie diesen Ball mit gesunden Leckerli und geben Sie ihn den Tieren in den Auslauf. Besonders Mongolische Rennmäuse und Wüstenspringmäuse haben Spaß an diesem Spielzeug. Achten Sie aber darauf, dass der Kunststoff von den Tieren nicht angefressen wird beim Versuch, an den Inhalt des Balles zu kommen. Benutzen Sie ihn also nur unter Aufsicht.
Lebendfutter
Mit dem Essen spielt man nicht! Oder doch? Für viele Exoten ist Lebendfutter in Form von diversen Insekten eine willkommene Abwechslung. Besonders agile Insekten wie Heimchen, Schaben oder Heuschrecken regen die Tiere zur Jagd und damit zu deutlich mehr Bewegung an. Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeit der Nager voll und ganz bei der davonhüpfenden Mahlzeit und sie sind beschäftigt.
Diese Beschäftigungsmöglichkeit hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen regt sie das natürliche Verhaltensrepertoire der Tiere an. Zum anderen bewegen sich die Tiere deutlich mehr zum Nahrungserwerb. Das ist vor allem für Exoten, die schnell zu Verfettung neigen, wichtig. Außerdem sind Heimchen, Grillen, Heuschrecken und Co. keine fette Beute sondern ein magerer, guter Eiweißspender.
Mehlwürmer und Zophobas fallen allerdings nicht unter Beschäftigungsfutter, da sie nicht sehr schnell sind. Zudem sind die als Leckerli beliebten Larven auch sehr fett.
Allerdings nehmen nicht alle Arten Lebendfutter an bzw. jagt nicht jedes Tier hinter seinem Essen her. Probieren Sie einfach aus, ob diese Idee Ihre Nager begeistert.
In der Regel trifft Lebendfutter bei allen Meriones-Arten und vielen weiteren Rennmausarten, bei Zwergschläfern und allen Stachelmäusen auf große Begeisterung. Grasmäuse sind dagegen eher weniger angetan von der Idee, dem Essen nachzulaufen.
Geben Sie stärker jagenden Arten anfangs etwas Zeit, es zu lernen, wenn Sie noch nie Lebendfutter bekommen haben. Sie müssen erst erkennen, dass man schmeckt, was da davonrennt. Bis sie ein aktives Jagdverhalten entwickeln, dauert es in der Regel etwa 14 Tage.
Rohe Eier
Rohe Eier kleiner Ziervögel wie Wachteln, Wellensittiche, diversen Finkenvögel und andere kleine Vögel können eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für Zwergschläfer sein. Legen Sie die Eier einfach komplett ins Gehege. In der Regel finden die Tiere recht schnell heraus, dass man das essen kann. Da sie auch in der Natur Vogelnester plündern, haben sie auch keine größeren Probleme, die kleinen Eier zu öffnen.