Vitamin B1 - Thiamin
Aufgabe
Thiamin arbeitet hauptsächlich als Coenzym bei Übertragungsreaktionen im Energiestoffwechsel, bei denen es sich selbst verbraucht. Es ist also an der Energiegewinnung aus der Nahrung beteiligt. Essentiell ist es für den Kohlehydratstoffwechsel von Muskeln, Nerven und Gehirn, wo es Einfluß auf die Botenstoffe GABA und Serotonin nimmt und den Gegenspieler des Acetylcholin darstellt. Von ihm hängen daher beispielsweise Kondition und Gedächtnis ab.
Daneben spielt es auch eine Rolle bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Fette und ist an der Produktion von Magensäure beteiligt.
Vorkommen
Thiamin kommt in Getreide, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Leber, einigen Fischarten und Muskelfleisch, besonders vom Schwein, vor.
Löslichkeit und Empfindlichkeit
Thiamin ist wasserlöslich und lichtempfindlich. Lagern Sie es also dunkel!
Die Absorption von Thiamin wird von schwarzem Tee vermindert.
Hypovitaminose
Ein Mangel an diesem Vitamin ist bei Mäusen eher selten, da sie es selbst herstellen können.
Eine Unterversorgung äußert sich in Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Drehbewegungen, Übererregbarkeit, Krämpfen, mangelndem Appetit, Durchfall, schlechtem Wachstum und Untertemperatur. In schweren Fällen können auch Hirnblutungen, Hodendegeneration, Muskelschäden und eine erhöhte Sterblichkeit die Folge sein.
Hypervitaminose
Da Thiamin wasserlöslich ist und somit überschüssige Mengen über den Urin ausgeschieden werden, sind Hypervitaminosen sehr selten und treten nur bei massiver Überdosierung auf. Sie äußern sich in einer überempfindlichen Reaktion auf Reize.
In der Humanmedizin wurden bei einigen Fällen intravenöser Verabreichung schwere allergische Reaktionen beobachtet.
Quellen
www.vitamine-lexikon.de/vitamin-b1-thiamin.shtml
www.wikipedia.de
www.altromin.de/altro_ger/kataloge/sonder_ger.pdf