Knochenbrüche
Ursachen
Knochenbrüche können durch Stürze, in falschen Laufrädern, bei verschiedensten Unfällen oder auch bei Kämpfen zwischen Tieren entstehen. Aber auch eine grobe oder unvorsichtige Handhabung kann zum Bruch eines Knochens führen.
Diagnose
Die Diagnose eines Knochenbruches sollten Sie immer einem Tierarzt überlassen. Er kann anhand einer Fehlstellung, eines Tastbefundes oder eines Röntgenbildes feststellen, ob und wie ein Knochen gebrochen ist.
Behandlung
Besteht der Verdacht auf einen Knochenbruch, müssen Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen, der Sie dann nach der Untersuchung über das weitere Vorgehen beraten kann.
Die Behandlung richtet sich stark nach der Art des Bruches.
Brüche, die einfach und nicht verschoben sind, heilen in der Regel ohne ärztliche Hilfe ab.
Hilfreich ist es für die Zeit der Genesung meist, den Bewegungsspielraum des Patienten einzuschränken, so dass der Bruch weniger belastet wird. So können Sie die Heilung fördern und teilweise beschleunigen.
Verschobene Brüche oder solche an den Extremitäten, die viel und stark belastet werden, müssen unter Umständen vom Tierarzt gerichtet und/oder stabilisiert werden. Dies kann beispielsweise in einer Operation durch eine Marknagelung geschehen. Bei diesem Eingriff wird ein Stift in einen Röhrenknochen eingeführt, der den Verlauf der Röhre stabilisiert.
Brüche mit Verbänden zu verarzten, ist bei den meisten Mäusen schwierig bis unmöglich. Die Verbände werden binnen kürzestem wieder abgeknabbert. Halskrausen, die das verhindern könnten, können kleineren Mäusearten gar nicht angelegt werden, größeren Tieren, die eine solche tragen könnten, verursacht sie zum einen enormen Streß. Zum anderen sind auch große, exotische Mäuse meist sehr scheu, so dass eine Halskrause weder sinnvoll noch praktikabel ist. Der Tierarzt muß also unter Umständen warten, ob der Bruch auch ohne Behandlung verheilt, obwohl er bei einem größeren und/oder zahmeren Haustier eine Operation angeraten hätte.
Komplizierte Brüche und einige Trümmerbrüche an den Extremitäten, bei denen der Knochen in viele Teile zersprungen ist, können meist aufgrund der geringen Größe der Tiere nicht erfolgreich operiert werden. Heilen sie nicht von allein ab, bleibt in einigen Fällen nur eine Amputation der betroffenen Extremität. Dies ist immer der allerletzte Ausweg. Lassen Sie sich daher eingehend von Ihrem Tierarzt darüber aufklären, wenn er eine Amputation in Erwägung zieht.
In Fällen mit einem sehr ungünstigen Befund muß das Tier eventuell sogar eingeschläfert werden.