Heuschrecken
Heuschrecken bilden keine Art sondern eine ganze Ordnung (Kurzfühlerschrecken). Als Futtertiere werden am häufigsten die bis 8 cm große Afrikanische Wanderheuschrecke oder (Schistocerca gregaria), die Argentinische Wanderheuschrecke (Schistocerca paranensis), die Afrikanische Wüstenheuschrecke (Locusta migratoria) und die Marokkanische Wanderheuschrecke (Dociostaurus maroccanus) gezüchtet. Für diese Arten gilt auch die untenstehende Zuchtanleitung.
Lebenszyklus
Möchten Sie mit den Tieren nicht züchten, genügt eine Unterbringung bei 15 bis 22°C. Für eine Zucht sollte die Temperatur nachts nicht unter 20°C fallen. Tagsüber sollten es etwa 28°C, gern auch etwas mehr sein.
Die Insekten werden mit 40 bis 50 Tagen geschlechtsreif und paaren sich. Etwa 5 bis 7 Tage später legen sie die ersten Eier, deren Anzahl bei 30 bis 50 Eiern pro Gelege liegt. Ein Weibchen kann im Laufe seines erwachsenen, etwa 10 Wochen währenden Lebens 10 bis 14 Gelege produzieren.
Die Eier sind oval, etwa 8 mm lang und haben einen Durchmesser von etwa 2 bis 3 mm. Aus ihnen schlüpfen je nach Temperatur nach ca. 16 bis 21 Tagen die jungen Heuschrecken, die beim Schlupf etwa 8 bis 10 mm lang sind. Ab diesem Zeitpunkt häuten Sie sich regelmäßig alle 4 bis 5 Tage und sind nach etwa 25 bis 30 Tagen ausgewachsen.
Zucht
Die Nachzucht von Heuschrecken ist etwas schwieriger als die von Grillen und Heimchen, jedoch gelingt sie recht gut, wenn Sie sie entsprechend pflegen.
Für eine Zucht benötigen Sie:
- ca. 30-50 adulte Heuschrecken
- 2 geschlossene Behälter von mindestens 60x40x60 (LxBxH) und 40x30x30 (LxBxH) Größe
- Beleuchtung
- dünne Kletteräste
- Legeschalen
- 2 Futterschalen
- 2 Trinkgefäße
Als Behälter eignen sich Terrarien aus Glas oder Holz, deren Bodenfläche weitestgehend frei sein sollte, um die Reinigung des Behälters zu erleichtern.
Geben Sie in das größere Terrarium 2 bis 4 Legeschalen (Durchmesser ca. 10 bis 15 cm) auf den Boden, die Sie mit Torf oder Terrarienhumus füllen. Halten Sie das Substrat in den Legeschalen immer leicht feucht. Werden die Behälter zu naß oder zu trocken, sterben die Eier ab.
Das kleinere Terrarium füllen Sie am Boden ca.5 mm hoch mit Weizenschrot auf, bieten eine Trinkschale an (Achtung: Legen Sie diese mit Schaumstoff aus, damit die Jungtiere nicht ertrinken!) und geben die Legeschalen hinein, nachdem diese 10 bis 14 Tage im größeren Behälter gestanden haben.
Beide Zuchtbehälter sollten eine Temperatur von etwa 28°C haben. Als Heizung verwenden Sie am besten ein 60 Watt Glühbirne, die über eine Zeitschaltuhr am Abend abgeschaltet wird.
Im größeren Zuchtbehälter reichen Sie Futter in Form von Weizenschrot in einer Futterschüssel. Als Feuchtfutter können Sie Löwenzahn, Keimweizen, unbehandelten Salat, Maiskörner aus der Dose und frisches Gras in einer zweiten Schüssel anbieten. Zusätzlich benötigen die Tiere ein kleines Trinkgefäß, das mit Schaumstoff ausgelegt sein sollte, damit die Insekten nicht ertrinken.
Nährwerte
Schistocerca gregaria
| Feuchtigkeit | 71% |
| Protein | 23% |
| Fett | 4 % |
| Asche | 1 % |
| Andere | 1% |
Quellen
http://www.oberbiermann.de/bartis/zwergbartagamen/futterfuerbartagame/naehrwerte/index.php
http://www.reptilien-abc.de/hjb-zoo/futter/futtertiere1.htm