Eurasische Zwergmaus
Systematik und Biologie
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Langschwanzmäuse (Muridae) |
| Unterfamilie: | Echte Mäuse (Murinae) |
| Gattung: | Micromys |
| Art: | Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus) |
WICHTIG!
Eurasische Zwergmäuse fallen unter die Bundesartenschutzverordnung. Daher benötigen Sie zur Haltung dieser Tiere einen Herkunftsnachweis. So soll vermieden werden, dass die unter Naturschutz stehenden Nager einfach der freien Natur entnommen werden. Züchter und Privathalter, die Nachwuchs haben, müssen ein Nachweisbuch führen.
Eine CITES-Bescheinigung ist in Deutschland jedoch nicht (mehr) notwendig.
Jede Bestandsveränderung (Tod, Nachzucht, Abgabe) müssen bei der für den Artenschutz zuständigen kommunalen Behörde gemeldet werden. Was, wo und wie gemeldet werden muß, ist in der Praxis von Behörde zu Behörde mitunter sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich daher vor der Anschaffung der Tiere am besten bei Ihrer zuständigen Naturschutzbehörde.
Halter in der Schweiz benötigen keinen Herkunftsnachweis.
Wildtier Eurasische Zwergmaus
Das Verbreitungsgebiet der Eurasischen Zwergmaus erstreckt sich über fast ganz Europa und weite Teile Asiens bis nach Japan. Dort lebt der geschickte Kletterer vorrangig in Hecken und Röhricht, in Getreidefeldern und Rübenschlägen, in Ried- und Seggegrasbeständen oder auch als Kulturfolger in Hafer- und anderen Getreidefeldern.
Unter einheimischen Mäusen nimmt die Zwergmaus eine Sonderstellung ein, da sie einen Großteil ihres Lebens nicht auf dem Boden sondern zwischen den Halmen der Pflanzen ihres Lebensraumes verbringt. Durch ihre geringe Größe und das dadurch resultierende geringe Gewicht sowie ihren kräftigen Greifschwanz sind die kleinen Mäuse perfekt an das Leben über dem Boden angepasst. In einer Höhe von 40 bis 80 cm bauen sie ein kunstvolles kugeliges Nest, in dem sie leben und die ihnen als Schlafplatz, Kinderstube und Toilette dienen. Den Winter verbringen sie allerdings in tiefen Erdgängen. Auch für den Fall einer Gefahr haben sie noch ein weiteres Nest am Boden, in das sie sich bei Bedarf flüchten können.
In freier Wildbahn sind Zwergmäuse meist Einzelgänger oder sie leben in Mutter-Kind Gruppen in ihren kleinen Revieren. Ist das Nahrungsangebot für mehrere Tiere ausreichend, tolerieren sie auch andere Artgenossen in ihrer Nähe.
Die Nahrung der kleinen Nager besteht in freier Natur aus Samen und kleinen Insekten. Sie sind aber durchaus in der Lage auch große Insekten wie Schmetterlinge und unsere größten Heuschreckenarten zu erbeuten. Leider werden sie vor allem für Eulen, Wiesel und andere Beutegreifer selbst schnell zu einer willkommenen Mahlzeit.
Anatomie und Erscheinung
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 5 bis 6 cm, einem 5 bis 7,5 cm langen, spärlich behaarten Schwanz und einem Gewicht von 5 bis 7 g ist die Eurasische Zwergmaus neben der Birkenmaus das kleinste einheimische Säugetier, wobei die Männchen im Durchschnitt kleiner und leichter sind als die Weibchen.
Die Oberseite der Tiere ist rehbraun gefärbt, die Unterseite in einem hellen Cremeton abgesetzt. Die eher kleinen Augen weisen die possierlichen Nager als eher tagaktiv aus. Die kleinen, runden Ohren sind so kurz, dass sie fast im Fell verschwinden.
Charakteristisch für Eurasische Zwergmäuse ist ihr Greifschwanz, der aktiv zum Klettern genutzt werden kann. Im Gegensatz zu allen anderen Mäusen der Alten Welt können sie sich notfalls auch nur mit dem Schwanz festhalten, so kräftig ist die Muskulatur. Das sollte für Sie als Halter jedoch keine Einladung sein, die Tiere permanent am Schwanz hochzunehmen oder festzuhalten.
Die Eurasische Zwergmaus als Haustier
Eignung
Eurasische Zwergmäuse sind keine ganz einfachen Haustiere. So kann zum Beispiel die Gruppenhaltung schwierig werden, da die Tiere in der Natur nur bedingt sozial leben. Gibt es Streitereien, müssen Sie die Tiere im schlimmsten Fall trennen und haben am Ende viele Einzeltiere.
Auch an ihre Haltung stellen Zwergmäuse spezielle Ansprüche, die dem Halter beispielsweise etwas mehr Initiative bei der Einrichtung abverlangen, als nur in der nächsten Zoohandlung Häuschen zu kaufen.
Auch wenn einige Exemplare recht zahm werden, ist das Gros der Zwergmäuse ausschließlich zur Beobachtung geeignet.
Am glücklichsten wird mit den kleinen Mäusen also ein Halter werden, der viel Spaß am phantasievollen Einrichten des Geheges und am Beobachten der Tiere hat und der bereits erste Erfahrung mit anderen Mäusearten gesammelt hat.
Schon aufgrund ihrer Größe sind die winzigen Nager keine Haustiere für Kinder!
Handhabung
Die geringe Größe der Tiere macht ihre Handhabung etwas schwierig. Versuchen Sie die Tiere zum Umsetzen mit einer Transportbox zu fangen. So werden die Tiere weniger gestresst. Zahme Mäuse können Sie natürlich auch auf die Hand nehmen und umsetzen.
Zur Geschlechtsbestimmung setzen Sie die betreffende Zwergmaus in eine durchsichtige Box. So können Sie sie in Ruhe von unten betrachten.
Auch beim Tierarzt empfiehlt sich das Betrachten in der Box. Müssen die Tiere direkt berührt werden, können Sie sie an der Schwanzwurzel und/oder im Nackenfell festhalten. Das Halten am Schwanz sollte jedoch immer die letzte Lösung sein.
Entflohene Mäuse lassen sich am besten mit einem Kescher oder einer TripTrap-Falle einfangen.
Sozialstruktur und Verhalten
Bei den überwiegend tagaktiven Nagern ist die Gruppenhaltung nur bedingt möglich, da sie teilweise sehr unverträglich Artgenossen gegenüber sind. Ob eine Gruppe stabil bleibt, lässt sich nie vorhersehen. Manche Exemplare, tolerieren überhaupt keine Artgenossen, andere Zwergmäuse leben harmonisch in großen Gruppen.
Besonders Männchen ab Eintritt der Geschlechtsreife gelten als schwierig, was ich aus meiner eigenen Praxis allerdings nicht bestätigen kann.
Doch auch dieses Verhalten ist bei den einzelnen Individuen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt Männchen, die sich selbst in großen Gruppen noch gut verstehen, bei anderen ist es wiederum fast unmöglich, auch nur zwei Männchen zusammen zu halten.
Dem Menschen gegenüber sind Eurasische Zwergmäuse sehr friedlich und freundlich, aber eher zurückhaltend bis scheu. Mit etwas Geduld werden sie aber ein wenig futter-, manche sogar handzahm, was Gesundheitsüberprüfungen wesentlich vereinfacht.
Haltung
Zur Haltung von Eurasischen Zwergmäusen eignen sich Terrarien und Volieren ab einer Größe von 80x50x100cm für 2 bis 5 Tiere. Die Volieren sollten mit Maschendraht mit einer Maschenweite von 0,6 cm bespannt sein. Bei Terrarien müssen Sie auf eine ausreichende Belüftung Acht geben. Es sollten sowohl an der Ober- wie auch an der Frontseite Lüftungsgitter angebracht sein. Die im Vergleich zur Größe der Tiere enorme Höhe ergibt sich aus dem einfachen Umstand, dass die Tiere fast ihr ganzes Leben in diesen für sie luftigen Höhen verbringen. Zu flache Gehege werden diesem Bedürfnis nach einem Nest weit über dem Boden nicht gerecht und sind deshalb als nicht verhaltensgerecht abzulehnen. Eine weitere Möglichkeit zur Unterbringung stellen Aquarien mit einem Volierenaufsatz dar.
Unabdingbar für die Einrichtung sind Sträuße aus Gras, Ried oder Schilf, denn nur dann bauen Zwergmäuse überhaupt ihre Kugelnester. Bis sie diese fertig gebaut haben, schlafen sie meist im Heu oder unter der Einstreu.
Ein besonderes Highlight ist das Zwergmausgehege mit lebenden Pflanzen. Bei Terrarien sind große Lüftungen dann besonders wichtig, da sich sonst zu viel Feuchtigkeit durch die Verdunstung der Pflanzen sammelt und es im Terrarium beginnt zu schimmeln. Darüber hinaus kann es zu einem CO2-Stau kommen. Eine Voliere ist daher für ein Naturgehege vorteilhafter. Verwenden Sie bei der Bepflanzung einen Untergrund, der die Feuchtigkeit gut bindet, zum Beispiel Kokoshumus, und verwenden Sie nur ungiftige Pflanzen wie Hafer, Kupferhirse und verschiedene Gräser.
Da die Mäuse an den Halmen nagen und die Wurzeln unterwühlen, haben die Pflanzen eine stark beschränkte Lebensdauer. Abhilfe schafft hier ein sehr großes Gehege mit sehr wenigen Tieren. Nur dann haben die Pflanzen eine Chance, dauerhaft zu überleben. Gute Erfahrungen habe ich mit ausgestochenen Grassoden gemacht. Werden sie regelmäßig gegossen und gekürzt, überleben auch dauerhaft in einem dünn besiedelten, ausreichend großen und gut beleuchteten Gehege.
Alternativ können Sie Topfpflanzen verwenden, die Sie von Zeit zu Zeit auswechseln. Damit die Mäuse die Wurzeln nicht untergraben können, sollten Sie den Topf unten eingittern. Achtung: Die meisten im Handel erhältlichen Topfpflanzen sind mit Insektiziden und/oder Dünger behandelt. Waschen Sie daher die Pflanzen vor dem Einsatz gründlich ab und topfen Sie sie in unbedenklichen Bodengrund um.
Neben den Pflanzen freuen sich die Mäuse im Terrarium auch über eine Terrarienkletterrückwand. In Volieren wird das Gitter als Kletterfläche genutzt.
Die intelligenten Zwergmäuse müssen beschäftigt werden. Dafür eignen sich beispielsweise Äste von einheimischen, ungiftigen Bäumen. Junge Triebe fressen sie daran gern ab.
Außerdem sollten Sie den Mäusen Versteckmöglichkeiten in Form von Häuschen, Kokosnüssen, Exotennestern oder Korkröhren anbieten. Aufgehängte Kolbenhirse, Wurzeln und Ästen sind für die flinken Nager immer eine willkommene Klettermöglichkeit neben ihren Halmen.
Ebenfalls zur Grundausstattung gehören getrennte Futterschüsseln für jede Futtersorte und sowie eine Wasserschüssel oder –flasche. Beachten Sie, dass die Kugeln von Kugeltränken zu schwer für die kleinen Mäuse sind. Verwenden Sie daher nur Tränken ohne Kugel.
Ernährung
Das Grundfutter für Zwergmäuse setzt sich am besten aus Wellensittichfutter, Exotenfutter und Wild-/Unkrautsamen zusammen. Aufgepeppt werden kann die Mischung beispielsweise mit getrockneten Kräutern, Trockengemüse und größeren Saaten. Seien Sie aber mit Nüssen und Fettsaaten wie Kürbiskern und Sonnenblumenkern vorsichtig. Zuviel davon lässt die kleinen Nager schnell verfetten.
Als Frischfutter können Sie Karotten, Salate, Beeren und anderes Obst, Gemüse und sonstiges Grün regelmäßig anbieten. Die Mäuse sind in der Regel aber leider recht wählerisch. Wenn sie Obst und Gemüse nicht mögen, nehmen sie aber vielleicht Vogelmiere oder Karottengrün an.
Auf dem Speiseplan Eurasischer Zwergmäuse darf tierisches Eiweiß auf keinen Fall fehlen. Das können Sie am besten über Mehlwürmer und andere Insekten anbieten. So reicht etwa ein kleines Insekt pro Tag und Maus schon aus, um den Eiweißbedarf der Tiere zu decken.
Die kleinen Nager pinkeln gern beim Fressen in ihren Napf. Damit sie dadurch nicht zuviel Futter verderben, wählen Sie sehr kleine Schüsseln. Bei diesen hängen sie beim Fressen mit dem Po über den Rand und das Futter bleibt sauber. Da sie auch die Trinkschüssel gern als WC nutzen, empfiehlt sich die Anbringung einer Trinkflasche.
Fortpflanzung
Die Nachzucht von Eurasischen Zwergmäusen gelingt recht problemlos, wenn Sie die Tiere verhaltensgerecht halten und vollwertig ernähren.
Nach einer erfolgreichen Paarung beginnt das Weibchen mit dem Bau eines Wurfnestes, das ein wenig größer ist, als ein Schlafnest. Teilweise baut es das Nest aber auch erst wenige Tage vor der Geburt.
Während der Trächtigkeit reagiert das Weibchen häufig sehr aggressiv auf Artgenossen und versucht, andere Mäuse aus seinem Revier zu vertreiben. Da die Tiere im Gehege nicht ausweichen können, wie sie es in freier Natur tun würden, können Kämpfe mit Verstümmelungen oder dem Tod eines Tieres die Folge sein. Beobachten Sie daher das Verhalten der künftigen Mutter genau und setzen Sie das trächtige Weibchen für die Dauer der Schwangerschaft und die Aufzucht in ein separates Gehege.
Zwei- bis dreimal im Jahr bekommt es im Nest nach einer Tragzeit von 20 bis 21 Tagen jeweils 2 bis 6 nackte und blinde Jungtiere. Vermeiden Sie eine Nestkontrolle. Manche Weibchen reagieren aggressiv darauf und quartieren danach ihren Nachwuchs auch um. Bei Erstgebärenden kann es sogar vorkommen, dass sie den Wurf auffressen. Wenn Sie ein Fiepen aus dem Nest hören, ist das das Zeichen, dass das Weibchen geworfen hat. Den Eingang des Nestes stopft es meist zu.
Regelmäßig besucht sie Ihren Nachwuchs, um ihn zu säugen. Mit der Zeit werden die Besuche der Mutter bei den Jungen immer seltener. Nach etwa 20 Tagen hören sie ganz auf und die Jungtiere sind dann auf sich gestellt. Ab Ende der 4. Woche können die Jungen dann von der Mutter getrennt werden.
Die Geschlechtsreife erreichen die Jungen dann zwischen der fünften und 8. Lebenswoche.
Eurasische Zwergmäuse werden im Schnitt 2 bis 4 Jahre alt.
Krankheiten
Obwohl Zwergmäuse als Exoten recht robust in der Gesundheit sind, sollten Sie auch hier gut Sorge für Ihre Schützlinge tragen.
Durch den schnellen Stoffwechsel können schon kurze Hunger- und Durstphasen von wenigen Stunden ernsthafte, gesundheitliche Schäden hinterlassen. Achten Sie daher immer darauf, dass Futter und Wasser für die Tiere jederzeit in ausreichender Menge erreichbar sind.
Ein weiteres Gesundheitsproblem können Bisswunden werden, wenn sie etwas größer sind oder sich entzünden. Beobachten Sie daher Ihre Tiere, ob diese sich streiten oder gar jagen, um der Entstehung solcher Verletzungen vorzubeugen.
Und auch wenn Zwergmäuse bei richtiger Haltung und Fütterung eher selten krank werden, sollten Sie sich eine finanzielle Rücklage für veterinärmedizinische Notfälle von etwa 100 Euro schaffen.
Vergesellschaftung
Die Vergesellschaftungen ist bei Eurasischen Zwergmäusen ein schwieriges Thema. Es gibt sowohl Tiere, die sich ohne Probleme auf Anhieb verstehen, als auch solche, bei denen es fast unmöglich ist, sie zu vergesellschaften.
Zum vergesellschaften von Zwergmäusen eignet sich am besten die Etappenmethode. Es kann dabei vorkommen, dass sich die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne zeigen.
Begleiten Sie deshalb die Vergesellschaftung aufmerksam und lassen Sie die Tiere zu Beginn jeder Etappe mehrere Stunden nicht aus den Augen. Es kann durchaus vorkommen, dass die Tiere sich in einer Etappe gut vertragen und in der nächsten dann anfangen, aggressiv zu streiten. Gehen Sie dann wieder für mindestens 24 Stunden einen Schritt zurück und beobachten Sie die Tiere dann noch einmal genau, bevor Sie sich erneut an die nächste Stufe herantrauen.
Besonders scheue Tiere reagieren in kleineren Boxen und Käfigen aggressiv. Hier empfiehlt es sich, die Tiere aus der Badewanne gleich in das (noch leere) Endgehege zu quartieren und sie dort gründlich zu beobachten.
Anschaffung
Wenn Sie nach Lektüre der obigen Informationen beschlossen haben, dass Eurasische Zwergmäuse geeignete Haustiere für Sie sind, haben Sie mehrere Möglichkeiten, woher Sie ihre Tiere beziehen können.
Im Tierschutz sind die winzigen Gesellen noch recht selten. Nachfragen lohnt sich aber vor allem bei privaten Notstationen. Werden Sie hier nicht fündig, sollte Ihr nächster Gang zu einem seriösen Züchter führen. Auch auf diversen Messen sind die kleinen Nager zu finden. Schauen Sie sich die angebotenen Tiere gründlich an, ob diese gesund sind. Denn gerade auf Messen tummeln sich auch schwarze Schafe.
In Zoohandlungen finden Sie die possierlichen Nager eher selten. Von einem Kauf ist im Geschäft auch abzuraten. Zu groß ist das Risiko, sich kranke, parasitenverseuchte und/oder schwangere Tiere einzuhandeln. Auch die Geschlechterbestimmung ist im so genannten Fachgeschäft meist nicht so sicher wie beim Züchter.
WICHTIG: Kaufen Sie niemals Tiere ohne Herkunftsnachweis! Die Tiere sind dann nicht gemeldet und daher illegal. Werden Ihnen Tiere ohne Papiere angeboten, können Sie davon ausgehen, dass die Quelle unseriös ist.
Je nachdem, welche Gehegelösung und welche Einrichtung Sie wählen, kostet eine Erstausstattung für Zwergmäuse (Gehege, Streu, Inventar, Transportbox) etwa 100, da sich das Inventar zum Großteil kostenlos der Natur entnehmen lässt.
Der monatliche Unterhalt für Streu, Naß-, Trocken- und Lebendfutter liegt je nach Gruppengröße bei etwa 10 bis 20 Euro im Monat.
Artengesellschaft
Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Für eine Artengesellschaft sind Zwergmäuse aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer besonderen Ansprüche an das Inventar nicht geeignet. Einzige Ausnahme: Eine Vergesellschaftung mit Afrikanischen Knirpsmäusen. Da die Tiere ähnlich groß sind, ist hier eine Gesellschaft möglich und den Erfahrungswerten nach sehr friedlich. Die Tiere haben ähnliche Ernährungsanforderungen, aber einen stark unterschiedlichen Aktivitätsrhythmus und auch sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Umgebung. Beiden Arten können Sie am besten in einer großen Voliere (Mindestgrundfläche 100×60, Mindesthöhe 100cm) gerecht werden, die beiden Arten Nischen bietet.
Schaffen Sie aber niemals Eurasische Zwergmäuse für eine Artengesellschaft an, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Sie sollten beide Arten auch schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie, dass grundlegende Bedürfnisse der Tiere in der Artengesellschaft leiden.
Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft in jedem Fall absehen!
Weitere Informationen
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Quellen:
http://www.rodent-info.net/eurasische_zwergmaus_allgemeines.htm (ff.)
http://www.heimtiere-online.de/main2_4_7.htm
