Weißfußmaus
Systematik und Biologie
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Wühler (Cricetidae) |
| Unterfamilie: | Neotominae |
| Gattung: | Weißfuß- oder Hirschmäuse (Peromyscus) |
| Art: | Weißfuß- oder Küstenmaus (Peromyscus polionotus) |
16 Unterarten vom Peromyscus polionotus
Um Verwechslungen auszuschließen, sei hier angemerkt, dass sich in Deutschland für die Küstenmaus die Bezeichnung Weißfußmaus durchgesetzt hat.
Wildtier Weißfußmaus
Die Gattung der Weißfuß- oder Hirschmäuse (Peromyscus) ist mit über 50 Arten in ganz Nord- und Mittelamerika vertreten. Dort bewohnt sie vornehmlich Präriegebiete und Wälder, aber auch Küstenstreifen.
Die meisten Arten leben in selbst angelegten Erdbauten, nur wenige Arten auf Bäumen und in Sträuchern.
Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Früchten, Samen und Wurzeln und zu ca. 30 % aus Insekten.
Die Küstenmaus (Peromyscus polionotus), die sich anhand fossiler Funde schon im späten Pleistozän nachweisen lässt, lebt im Südosten der USA. Im trockenen, sandigen Boden der dortigen Steppen und Küsten, selten auch in den Wäldern, gräbt sie ihre Gänge und Höhlen, in denen sie hauptsächlich lebt. Jedoch klettern diese Tiere auch ganz gern und gut.
Die Küstenmaus hat insgesamt 16 Unterarten, von denen eine als ausgestorben gilt. Diese Unterarten gelten alle als frühe Sukzessionsspezialisten, die ihre größte Bestandsdichte auf offenen, sandigen Arealen erreichen. Dort bleiben sie etwa 3 bis 5 Jahre, bis die Sukzession fortgeschritten ist und die Pflanzen dicht den Boden besiedeln.
In den Lebensräumen an der Küste sind sie oft die einzigen Vertreter kleiner Säuger, die die vorderen Dünen permanent bewohnen. In diesem Lebensraum können 18 bis 26 Mäuse pro Hektar leben.
Die Bauten bestehen zumeist aus einem Eingangstunnel, der etwa einen Meter in die Tiefe zu einer oder mehreren Wohnkammern führt. Ein Fluchttunnel führt von der Nestkammer bis kurz unter die Oberfläche. Das Nest in der zentralen Kammer besteht aus trockenem Gras und anderen Fasern. In ihren Bauten sind die Küstenmäuse oft nicht allein. Im zentralen Florida wurden 25 verschiedene Arten von Wirbellosen und Wirbeltieren gefunden.
Die Mäuse sind Gemischtköstler, also omnivor. Mehrheitlich ernähren sie sich in Abhängigkeit von der Jahreszeit von reifen Saaten. Dazu fangen sie Insekten und kleine Wirbeltiere. Haben sie die Wahl, ziehen sie lebende Tiere einem Angebot an Saaten vor. So fangen sie in ihrer Heimat Käfer, Grashüpfer, Wanzen und Ameisen.
Auch wenn sie schon im Umkreis von 5 km um das Nest herum gefangen wurden, durchqueren sie in einer Nacht oft nicht mehr als einen halben Kilometer ihres Habitats. Die meisten Beobachtungen zeigen, dass sich die Tiere nicht mehr als ein paar 100 m von ihrem Geburtsort niederlassen.
In ihrem Verbreitungsgebiet sind Weißfußmäuse selten in Menschennähe zu finden. Dort können sie jedoch zu Feldschädlingen werden. Gleichzeitig sind sie eine wichtige Nahrungsgrundlage für kleine Räuber. Zu ihren Feinden zählen Schlangen, Eulen, Wiesel und Füchse.
Zudem sind Küstenmäuse für den Menschen von hygienischer Bedeutung. Bei Exemplaren in Florida wurden unter anderem 6 Arten von Nematoden, eine Art von Trematoden und zwei Floharten gefunden. Zudem gelten sie als Träger des Hantavirus.
Eine weitere Bedeutung kommt der Küstenmaus (P. polionotus) in Amerika schon lange als Labortier zu.
Die Goldmaus (Peromyscus nuttalli) ist einer der wenigen überwiegenden Baumbewohner aus dem amerikanischen Südosten. In den Sträuchern, Bäumen und Weinstöcken ihres Verbreitungsgebietes baut sie kugelrunde Nester, die einen Durchmesser bis zu 15 cm haben und in einer Höhe von bis zu 5 m liegen können. Die Fressplätze findet man sogar noch in Höhen von bis zu 15 m.
Die Goldmaus wird nur etwa 8 bis 9,5 cm lang. Dazu kommt ein 7 bis 9,5 cm langer Schwanz.
Das Fell ist auf der Oberseite gold- bis zimtfarben. Auch ihre Unterseite ist scharf weiß abgesetzt.
Die Pinjonmaus (Peromyscus truei) lebt an felsigen Berghängen in Kalifornien und Mexiko. Ihr Fell ist graubraun und sie besitzt relativ große Ohren.
Die eigentliche Weißfußmaus (Peromyscus leucopus) lebt in waldigen und buschigen Regionen in Neumexiko. Eine ihrer Unterarten, die Höhlenmaus (Peromyscus leucopus tornillo) bewohnt ausschließlich die Höhlen der Region und ernährt sich dort fast ausschließlich von Höhleninsekten.
Anatomie und Erscheinung
Hier soll nur noch die Küstenmaus (Peromyscus polionotus) portraitiert werden, da es nicht möglich oder sinnvoll ist, jede Art einzeln zu beleuchten.
Die Gesamtlänge der Tiere beträgt zwischen 12 und 15 cm, wobei 7 bis 10 cm auf den Körper und weitere 4 bis 6 cm auf den Schwanz entfallen. Die Männchen sind bei diesen Mäusen häufig etwas kleiner als die Weibchen. Das Gewicht schwankt zwischen 15 bis 30 g.
Im Gegensatz zu Farbmäusen, mit denen der Laie sie ab und zu verwechselt, haben Küstenmäuse einen eher gedrungenen Körperbau, einen rundlichen, abgestumpftem Kopf mit relativ kleinen Ohren und großen Augen. Auch ist der Schwanz verglichen mit Farbmäusen sehr kurz.
In freier Wildbahn variiert die Farbe der Oberseite von einem helleren bis dunkleren Braunton, je nach der Farbe des Untergrundes, den sie bewohnen. Der Bauch, Füße und Schwanzunterseite sind weiß. Der Übergang zwischen der Färbung der Oberseite zu Unterseite des Tieres ist scharf abgegrenzt. In der Zucht gibt es schon erste Farbschläge wie Cinnamon, Beige und Albino.
Die Weißfußmaus als Haustier
Eignung
Weißfußmäuse eignen sich aufgrund ihres unkomplizierten Sozialverhaltens und ihrer relativ leicht erfüllbaren Ansprüche sehr gut für Mäuseanfänger, die nicht unbedingt handzahme Streicheltiere suchen. In einem geeigneten Habitat sind sie sehr interessante Beobachtungstiere. Angefaßt zu werden mögen Sie dagegen gar nicht. Daher können die wuseligen Nager im Handling etwas anstrengender werden als Farbmäuse.
Achten Sie bei Ihren Anschaffungsüberlegungen darauf, daß Weißfußmäuse sehr agil sind und daher vergleichsweise viel Platz brauchen, um sich optimal entfalten zu können. Platz für eine Voliere oder einen großen Eigenbau sollte also in Ihrer Planung in jedem Fall sein.
Im Gegensatz zu Farbmäusen können auch geruchsempfindliche Menschen mit den kleinen Nagern glücklich werden, da sowohl Weibchen als auch Böcke bei richtiger Haltung fast nicht riechen. Außerdem sind hier Weibchen wie Männchen sehr verträglich. Vor dem Problem streitender Böcke wird ein Anfänger mit diesen Mäusen in gleichgeschlechtlichen Gruppen nicht stehen.
Für Kinder sind sie als Haustiere nicht geeignet!
Handhabung
Küstenmäuse sind sehr neugierige Tiere, die sich aber nur ungern auf die Hand nehmen lassen. Deshalb ist das Handling dieser Tiere auch etwas schwieriger als bei Farbmäusen. Zudem sind sie lebhafter, schneller und auch etwas schreckhafter. Sie sollten sich also nicht hektisch bewegen, wenn Sie mit den Tieren hantieren.
Erschrecken Sie ein Tier, besteht die Gefahr, dass es auch aus mehr als 1 m Höhe auf den Boden springt.
Die Geschlechtsbestimmung führen Sie bei diesen Mäusen am besten mit Hilfe einer durchsichtigen Transportbox durch. So können Sie die Tiere in Ruhe von unten betrachten, ohne dass eine Fluchtgefahr besteht.
Beim Tierarzt können Sie die Tiere am besten wie scheue Farbmäuse behandeln, also vorsichtig und nicht zu hektisch bewegen und immer sicherstellen, dass das Tier die Hand bemerkt hat, bevor es berührt wird. Ist eine Berührung nicht nötig, so kann das betreffende Tier auch in einer durchsichtigen Box begutachtet werden.
Für bestimmte Untersuchungen und für Injektionen kann auch der Nackengriff angewandt werden, der aufgrund der Lebhaftigkeit der Tiere etwas Übung verlangt.
Bei Küstenmäusen ist es nicht notwendig, die ganze Gruppe zum Tierarzt mitzunehmen.
Manchmal passiert es auch, dass ein Tier flüchtet. Solche Mäuse fangen Sie am besten mit einer Lebendfalle oder einem Kescher wieder ein. Geübte Halter können das Tier auch mit der Hand einfangen, daß Weißfußmäuse in der Regel nicht beißen.
Sozialstruktur und Verhalten
Küstenmäuse sind nachtaktive, teilweise grabende, sehr gesellige Nager, die man auch gut in größeren Gruppen halten kann. Dabei treten weder in Männchen- noch in Weibchengruppen nennenswerte Streitereien auf. Zu Problemen kann es allerdings in gemischtgeschlechtlichen Gruppen kommen. Hier können die Böcke durchaus aggressiv und sogar unverträglich gegen einander sein.
Durch ihre extreme Neugier sind Lebendfänge in freier Wildbahn sehr einfach. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass ein einziges Tier in einer Nacht mehrmals gefangen und wieder freigelassen wird. Diese Neugier kann man sich gut zunutze machen, wenn eine Maus entkommt.
Küstenmäuse sind sehr agile und mobile Tiere mit sesshafter, territorialer Lebensweise. Sie sind also sehr an ihr Revier gebunden und verlassen es kaum freiwillig. Daher ist die Fluchtgefahr der Mäuse bei einem ausreichend großen Käfig eher gering.
Dem Menschen gegenüber zeigen sich die Mäuse neugierig und an der Hand interessiert. Dennoch eignen sie sich nicht als Streicheltiere.
Weißfußmäuse haben eine für Mäuse eher seltene Eigenart: Sie sortieren und horten ihr Futter in erstaunlich großen Mengen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in einem Häuschen einmal 1 kg Hirse und in einem anderen beispielsweise diverse Getreide fein säuberlich eingelagert finden.
Haltung
Zur Unterbringung der sehr bewegungsfreudigen Mäuse gibt es mehrere Möglichkeiten.
So eignen sich Gehege ab einer Größe von 100x50x100 cm und einem (Parallel)Gitterabstand von maximal 8 mm oder Maschengitter von max. 1,27 cm Maschenweite für 2 bis 5 Tiere.
Am besten geeignen sind umgebaute Schränke und Volieren. Hier kann mit Astwerk und gut strukturiert eingerichteten Etagen ein abwechslungsreiches, alle Sinne und Triebe der Tiere ansprechendes Umfeld geschaffen werden. Die Bodenverblendung sollte hier ca. 30 cm hoch sein, um den Tieren eine Buddeletage anbieten zu können, ohne dass diese übermäßig viel Streu vor dem Nagerheim verteilen. Hier ist durch Maschengitter eine optimale Lüftung garantiert.
Aquarien und Terrarien bieten den munteren Mäusen vergleichsweise wenig Kletterfläche, da zum einen das Gitter als bekletterbarer Untergrund fehlt und sich zum anderen Äste und dergleichen schlechter befestigen lassen. Je nach Maßen und Lüftungsart ist auch eine ausreichende Belüftung nicht gewährleistet. Daher sind sie für die Haltung dieser Nager nur bedingt geeignet.
Mäusetische eignen sich für Weißfußmäuse gar nicht, da sie auch aus größeren Höhen auf den Boden springen und man die Mäuse schnell in der Wohnung suchen müsste.
Die Einrichtung sollte dreidimensional stark strukturiert werden und das Klettervermögen der Tiere ansprechen und schulen. Dazu eignen sich Äste, Wurzeln, Leitern, waagerechte Seile und andere Einrichtungsgegenstände. Auch Korkröhren werden gern angenommen.
Unabdingbar sind mehrere Häuschen aus den verschiedensten Naturmaterialien, in die sich die Tiere zurückziehen können. Auch Kokosnüsse und Finkennester eignen sich zu diesem Zweck sehr gut.
Da die Tiere in ihrer Heimat oft auf sandigem Grund leben, sollten Sie in jedem Fall auch ein großes Sandbad für die Tiere anbieten.
Bei Laufrädern scheiden sich die Geister. Ist das Bewegungsangebot ausreichend groß, ist ein Rad überflüssig. Wer seinen Tieren dennoch eines anbieten will, sollte darauf achten, dass es einen Mindestdurchmesser von 20 cm, eine geschlossene Lauffläche und eine geschlossene Rückwand hat.
Ebenfalls zur Grundausstattung gehören eine Wasserflasche, eine Trockenfutter- und eine Feuchtfutterschüssel.
Ernährung
Das Grundfutter setzt sich idealer Weise aus einem Gemisch aus diversen Kleinsaaten und Grassamen sowie verschiedenen Getreiden zusammen. Hirse kann auch in Form von Kolbenhirse angeboten werden. Da Weißfußmäuse sehr experimentierfreudig sind, können Sie diese Grundmischung mit vielen Einzelfuttermitteln wie Trockengemüse oder Saaten ergänzen.
Kürbis- und Sonnenblumenkerne eignen sich für die neugierigen Nager sehr gut als artgerechtes Leckerli.
Das Frischfutter sollte überwiegend aus Gemüse und sonstiges Grünfutter bestehen. Als Ergänzung können Sie ein wenig Obst füttern.
Tierisches Eiweiß darf in der Ernährung auf keinen Fall fehlen. Dazu eignen sich lebende oder getrocknete Insekten, aber auch gekochtes Eiweiß. Lebende Insekten haben den Vorteil, daß sie die Tiere zu mehr Bewegung anregen, wenn sie die Insekten erst erjagen müssen.
Fortpflanzung
Küstenmäuse sind eine der wenigen monogamen Vertreter der Gattung, die für längere Zeit zusammenbleiben. Sie weisen eine starke Paarbindung auf und ziehen auch gemeinsam ihre Jungtiere groß.
Die Tragzeit beträgt zwischen 24 und 28 Tagen, je nachdem ob noch ein Wurf gesäugt wird oder nicht. Es werden 3 bis 4 nesthockende Junge mit einem Gewicht von 6 bis 7 g geboren. Die Augen öffnen die Jungtiere im Alter von 13 bis 14 Tagen. Entwöhnt werden sie dann mit 20 bis 25 Tagen. Danach beginnen sie auch ihre Umgebung aufmerksam zu erkunden.
Die Geschlechtsreife der Weibchen tritt im Schnitt mit dem 29. oder 30. Tag ein.
Die durchschnittliche Zeit zwischen den Würfen liegt bei 30 Tagen.
Die Tiere vermehren sich also relativ stark. Damit Sie nicht irgendwann vor einem Übervölkerungsproblem stehen, sollten Sie als Hobbyhalter daher nur gleichgeschlechtliche Tiere halten.
In freier Wildbahn liegt die Lebenserwartung der Küstenmäuse meist unter 9 Monaten, auch wenn über einjährige Exemplare nicht ungewöhnlich sind. In Gefangenschaft können diese Mäuse dagegen im Ausnahmefall 4 Jahre und älter werden, so dass man von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 3 bis 4 Jahren ausgehen kann.
Krankheiten
Küstenmäuse sind von robuster Gesundheit und werden entsprechend selten krank bei richtiger Haltung und Pflege, so dass es keine für diese Mäuse typischen Erkrankungen gibt. Am ehesten müssen Sie mit Erkältungen nach einem unsachgemäßen Transport oder bei Zugluft rechnen.
Für veterinärmedizinische Notfälle sollten Sie aber in jedem Fall eine finanzielle Rücklage von ca. 100 Euro haben.
Vergesellschaftung
Die Vergesellschaftung von Küstenmäusen ist genau wie ihr sozialer Umgang sehr friedlich und unkompliziert. Weder bei den Männchen, noch bei den Weibchen sind ernsthafte Probleme bei der Vergesellschaftung zu erwarten, wenn man die Maßgabe eines neutralen Territoriums, auf dem sich die Tiere kennen lernen können, beachtet. Auch die Etappenmethode mit drei Etappen (Wanne, Hamsterknastkleiner, handelsüblicher Gitterkäfig bis zu einer Seitenlänge von 80cm
, leeres Endgehege) hat sich gut bewährt. In der Regel beschnuppern sich die Tiere ausgiebig, ohne dass es Dominanzgesten oder gar Streitereien kommt. Die zusammengeführten Gruppen sind in der Regel auch stabil.
Problematisch kann es allerdings sein, ein neues Männchen in eine gemischte Gruppe zu integrieren. Hier sollten Sie in jedem Fall die Etappenmethode wählen und die drei Etappen zeitlich etwas ausdehnen. Manchmal gelingt es auch gar nicht, einen neuen Bock zu integrieren.
Anschaffung
Küstenmäuse gibt es im Tierschutz bis jetzt noch nicht. Am ehesten werden also Sie noch bei einem Züchter fündig werden. Aber auch auf Messen werden die Tiere manchmal angeboten.
Selten findet man die Tiere auch in Zoohandlungen. Vom Kauf ist hier in jedem Fall abzuraten, da die meisten Händler die Geschlechter nur schwer unterscheiden können und Sie schnell ungewollt ein Pärchen erwerben. Auch ist das Risiko, kranke, mit Parasiten behaftete, schwangere oder zu junge Tiere zu erwerben, deutlich größer als bei einem seriösen Züchter.
Je nach gewünschter Gehegelösung sollten Sie für die Erstanschaffung von Unterkunft, Inventar, Streu, Futter und Transportbox zwischen 150 und 300 Euro rechnen.
Monatlich fallen für Futter und Streu dann je nach Gruppengröße und verwendeter Einstreu Kosten in Höhe von etwa 20 bis 30 Euro an.
Artengesellschaft
Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Für eine Artengesellschaft sind Küstenmäuse durch ihren friedlichen Charakter gut geeignet. Da aber nie sicher ist, ob die andere Art die kleinen Mäuse auch akzeptiert, sollten Sie niemals Küstenmäuse für eine Artengesellschaft anschaffen, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Sie sollten beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Tiere leiden würden.
Besonders harmonisch leben beispielsweise Farbmäuse und Küstenmäuse zusammen. Bei dominanten Arten wie Vielzitzenmäusen oder Stachelmäusen werden Küstenmäuse schnell untergebuttert, im schlimmsten Falle sogar angegriffen und (schwer) verletzt. Die richtige Auswahl der Partnerart und die ausreichende Gehegegröße ist für ein solches Unterfangen also besonders wichtig!
Das Gehege für eine Artengesellschaft sollte je nach gewählter Partnerart eine Gesamtgrundfläche (Etagen eingerechnet) von mindestens 2 bis 4 qm haben. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!
Weitere Informationen
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Quellen:
das-tierlexikon.de
University of South Carolina
Animaldiversity
United States Department of Agriculture











