Afrikanische Vielstreifengrasmaus
Systematik und Biologie
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Langschwanzmäuse (Muridae) |
| Unterfamilie: | Echte Mäuse (Murinae) |
| Gattung: | Lemniscomys |
| Art: | Vielstreifenmaus (Lemniscomys barbarus) |
Als Haustiere werden zumeist Lemniscomys barbarus und Lemniscomys striatus gehalten, wobei die Vielstreifengrasmaus deutlich häufiger als Haustier anzutreffen ist als die Tüpfelgrasmaus.
Beide Arten erfreuen sich allerdings durch ihr äußerst hübsches Äußeres einer wachsenden Beliebtheit unter den Kleintierhaltern in Deutschland.
Wildtier Streifengrasmaus
Streifengrasmäuse kommen vor allem in Savannen und offenem Grasland vor. Einige Unterarten leben jedoch auch in lichten Wäldern oder auf Kulturland. Dort bauen die Bodenbewohner Nester und Höhlensysteme aus Gras, Heu oder sonstigem weichen Nistmaterial, die sie in Kolonien bewohnen. Die Größe der Gruppe bietet den Tieren dabei den besten Schutz vor Fressfeinden, denen sie trotz ihrer guten Streifentarnung zahlreich ausgesetzt sind.
Die Mäuse selbst ernähren sich von Saaten, Grünem und tierischem Futter in Form von Schnecken, Spinnen und anderen Wirbellosen.
Anatomie und Erscheinung
Die Körpergröße der Vielstreifenmäuse schwankt von 8 bis 12 cm, die Schwanzlänge von 8 bis 13 cm. Das Normalgewicht variiert von 35 bis 55 g. Dabei sind sie trotz der Größe sehr schmale, schlanke Tiere.
Die Vielstreifengrasmaus besitzt ein Tarnkleid aus einem Wechsel fast schwarzer und hellbrauner Streifen, das an die Färbung kleiner Frischlinge erinnert. Dieses verbirgt die Tiere im Spiel von Licht und Schatten im hohen Gras ihrer Heimat perfekt. Inzwischen gibt es sehr vereinzelt auch weißscheckige Streifengrasmäuse.
Die Füße der Tiere sind unbehaart und nur wenig zum Klettern geeignet, da die Tiere damit schlecht greifen können. An das Laufen auf flachem Boden sind sie dagegen gut angepaßt.
Der unbehaarte Schwanz dient als Balance- und Steuerungshilfe.
Weitere Photos dieser interessanten Nager finden Sie in der Bildergalerie.
Die Streifengrasmaus als Haustier
Eignung
Vielstreifenmäuse sind keine Streicheltiere, können aber futterzahm werden. Vor allem zu Anfang in der Zeit der Eingewöhnung sind die Tiere äußerst schreckhaft und nervös. Entsprechend sollten Sie sie in Ruhe lassen. Zudem sind sie sehr stressempfindlich und sensibel. Auch im sozialen Verhalten sind sie in Gefangenschaft durch auftretende Streitigkeiten (die zu schweren Verletzungen oder Tod eines oder mehrerer Tiere führen können) und die sensible Reaktion auf Veränderungen als schwierigere Tiere einzustufen.
Daher stellen sie interessante Pfleglinge für eher erfahrene Halter dar. Neulinge in der Mäusehaltung sollten jedoch Abstand von den schönen Tieren nehmen und mit einfacheren Arten erste Erfahrungen sammeln.
Für Kinder sind die schönen Nager schon durch ihr zartes Nervenkostüm nicht geeignet!
Handhabung
Die Handhabung der Tiere hängt stark von dem Grad der Scheu ab, den die Tiere zeigen. In keinem aller Fälle sollten Sie Streifengrasmäuse am Schwanz nehmen, da dieser Versuch im Verlust des Schwanzes für das Tier resultieren kann.
Lassen sich die Tiere mit der Hand greifen, können sie das problemlos tun, da Tüpfelgrasmäuse nicht beißen.
Lassen sie nicht anfassen und per Hand umsetzen, verwenden Sie eine kleine Transportbox, in die Sie die Tiere hineinlaufen und im neuen Gehege hinauslaufen lassen. So erspart man den sensiblen Tieren viel Stress. Kommen die Tiere nicht von allein, können sie damit auch eingefangen werden.
Auch die Geschlechtsbestimmung kann mittels einer durchsichtigen Transportbox stattfinden.
Sollte eine tierärztliche Versorgung notwendig werden, ist abzuwägen, ob Sie das Tier zum Arzt mitnehmen oder einen Hausbesuch bestellen. Letzteren halte ich bei sehr scheuen und ängstlichen Tieren für die bessere Lösung.
Weniger scheue Tiere können Sie aber auch in der Praxis vorstellen. Idealerweise sollten Sie dabei die ganze Gruppe einpacken, wenn Sie länger unterwegs sind. So vermeiden Sie Streitigkeiten innerhalb der Gruppe.
Zahme Tiere können Sie auf die Hand setzen oder vorsichtig in selbige nehmen. Der Nackengriff ist bei Streifenmäusen aufgrund des Stresspotentials eher eine Notlösung, da die Tiere ohnehin fast keine Beißneigung haben und in der Regel auch stillhalten. Achtung: Ist der Nackengriff zu fest, kann die Haut in diesem Areal reißen wie Pergament und zu großflächigen Wunden führen!
Scheuere Tiere wickeln Sie am besten in ein Handtuch und lassen nur die zu untersuchende Stelle exponiert. So regt sich das Tier am wenigsten auf.
Entflohene Tiere können Sie am besten mit einer Gitterfalle oder einem Kescher einfangen.
Sozialstruktur und Verhalten
Obwohl Vielstreifenmäuse hochsoziale Tiere sind, leben sie in einem empfindlichen Gleichgewicht, das bei Störung mit Rangkämpfen bis hin zum Tod eines oder gar mehrerer Tiere enden kann.
Auch konnte ich beobachten, dass kranke (in meinem Fall inzuchtgeschädigte) Tiere aus der Gruppe gebissen und zum Teil bis zum Tod des betreffenden Tieres verfolgt werden.
Dennoch brauchen Streifenmäuse ihre Artgenossen. Ein einzeln gehaltenes Tier wird mit hoher Wahrscheinlichkeit früh versterben.
Entgegen einigen Berichten vermehren sich Vielstreifenmäuse in manchen Fällen besser und schneller, als es dem Halter lieb ist. Daher sollten sich Hobbyhalter immer für eine gleichgeschlechtliche Gruppe entscheiden. Ob man dabei Männchen oder Weibchen wählt, macht kaum einen Unterschied. Lediglich sollte man Männchen nicht in Gruppen von mehr als 10 Tieren halten und jeglichen olfaktorischen Kontakt zum anderen Geschlecht vermeiden. Bei Weibchen war auch eine Gruppe von 15 Tieren über lange Zeit problemfrei. Auch gemischte Gruppen mit Kastraten sind in der Regel unkompliziert.
Achtung: Es gibt bei Streifenmäusen verträgliche und weniger verträgliche Linien. Achten Sie deshalb beim Erwerb der Tiere auf das bisherige Verhalten der Zuchtgruppe und/oder der zu erwerbenden Tiere untereinander. Hieraus lässt sich zumindest tendenziell die Verträglichkeit der Sippe ablesen.
Die Tiere sind wechselaktiv, wobei das Aktivitätsmaximum am Tage liegt. Es gibt aber auch Berichte, dass sie bei Haustierhaltung mit dem Löschen des Lichtes im Raum schlafen gehen, also rein tagaktiv sind. Dies kann ich jedoch nur zum Teil bestätigen.
Die zwei Stunden andauernden Aktivitätsphasen wechseln dabei mit etwa ebenso langen Ruhephasen.
Haltung
Streifenmäuse sind wärmeliebend. Die Raumtemperatur sollte deshalb idealer Weise nachts nicht unter 20°C, am Tag eher um 25°C liegen.
Zwar verkraften sie auch tiefere Temperaturen recht problemlos, jedoch sollten Sie, wenn Sie z.B. im Winter wenig heizen, während der Umstellungsphase und im Idealfall auch in der gesamten kühlen Phase einen Heizstein und/oder Rotlicht anbieten, da die Tiere sich sonst sehr schnell erkälten. Auf keinen Fall sollte die Raumtemperatur unter 15°C sinken, da die Mäuse dann starke Anzeichen von Unwohlsein aufweisen.
Da Streifenmäuse sehr sensibel auf Enge reagieren, sehe ich 100x50x100 cm als Mindestgröße der Behausung für 2 bis 4 Tiere an. Für Streifenmäuse eignen sich Terrarien von entsprechender Größe und Belüftung, Eigenbauten oder umgebaute Schränke, die fast nie angefressen werden, da Streifenmäuse kaum nagen.
Dabei sollten Sie immer bedenken, dass Streifenmäuse eher laufen und schlecht klettern. Sie können mit vielen Etagen, Verstecken, Schrägen und dicken Ästen mehr anfangen als mit dünnen Zweigen, Leitern oder gar Seilen.
Unverzichtbares Inventar ist für die Tiere mindestens ein erhöhter Platz (große Wurzel, Ast, etc.) als Aussichtsplattform, auf dem die Tiere sehr gern sitzen.
Ebenfalls gern genutzt werden ins Gitter gehängt Finkennester oder Kokosnüsse. Nistkästen verschmähen die Tiere dagegen oft.
Als Nistmaterial nutzen Streifenmäuse jedes faserige Material. Neben Heu, Stroh, Kapok oder Kokosfasern werden beispielsweise auch Jutesäcke zu sehr stabilen Nestern und Gängen verwoben. Holzspäne werden in Kleinstfasern zerlegt, um damit das Nest zu polstern.
Eine schöne Beschäftigung für die Tiere sind auch Holzlocken, die man beispielsweise beim Tischler oder Glaser bekommen kann (auf Staubfreiheit und unbehandeltes Holz achten!).
Auch wenn es eher als Klo angesehen wird, können Sie den Tieren ein Sandbad anbieten.
Als Einstreu eignen sich Rindenmulch, Leinstreu, Kleintierstreu, ungedüngte Erde oder andere natürliche Untergründe. Die Einstreu muss dabei nicht besonders hoch sein, da die Tiere kaum graben.
Streifenmäuse füttern Sie am besten aus mehreren kleinen Schalen mit maximal 5 bis 7 cm Durchmesser, da die Tiere in größere Schüsseln beim Fressen gern urinieren und so einen Großteil des Futters verderben.
Aus hygienischen Gründen sollten Sie das Wasser in Flaschen anbieten.
Ernährung
Als Trockenfutter für Streifenmäuse empfiehlt sich eine Mischung, die zum überwiegenden Teil aus den verschiedensten Kleinsämereien besteht. Dafür eignet sich eine Mischung aus Wellensittich- und Exotenfutter mit einer Getreidemischung. Diese darf als Leckerei auch gern Kürbiskerne enthalten, da Streifengrasmäuse kaum zu Verfettung neigen. Übertreiben sollten Sie es mit dem Fettgehalt des Futters jedoch nicht.
In Ergänzung dazu freuen sich die Tiere immer über verschiedenstes Saftfutter, da sie auch in freier Natur viel Grünes fressen. Der Schwerpunkt sollte bei den Tieren deutlich auf Gemüse und sonstigem Grün liegen. Füttern Sie nur wenig bis gar kein Obst, da sie auch in der freien Natur kaum Früchte finden.
Zudem benötigen Streifenmäuse essentiell tierisches Eiweiß. Dieses können Sie in Form von Insekten wie Mehlwürmern, Zophobas oder mit gekochtem Ei anbieten. Mit etwas Gewöhnung fangen Streifenmäuse auch an lebende Grillen und Heimchen, mit Schaben tun sich die meisten Exemplare dagegen eher schwer.
Im Vergleich zu den meisten anderen Langschwanzmäusen trinken Streifenmäuse sehr viel. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserflasche(n) ist also enorm wichtig.
Fortpflanzung
Der Brunstzyklus beträgt bei Streifenmäusen 3 bis 5 Tage. Mit dem ständigen Umherrennen des brünftigen Weibchens beginnt das Vorspiel zur Paarung. Dabei hält es immer an der gleichen Stelle an und erlaubt einem Männchen das Aufreiten. Die abgehackten Schreie, die das Tier währenddessen ausstößt, sind eindeutiges Indiz für die Brünftigkeit, da die Tiere normalerweise keine für Menschen hörbaren Töne von sich geben.
Nach einer Tragzeit von ca. 21 Tagen kommen in der Regel 4 bis 6 Junge mit einem Geburtsgewicht von 2 bis 3 g als Nesthocker auf die Welt, die zu diesem Zeitpunkt schon das typische Streifenkleid tragen. Das Weibchen bekommt etwa 3 Würfe pro Jahr. Einige Halter berichten aber auch von deutlich mehr Würfen.
Nach etwa 12 bis 14 Tagen öffnen die Jungtiere die Augen, entwöhnt sind sie dann mit etwa 4 Wochen.
Die Geschlechtsreife tritt bei Männchen erst mit 8 bis 10 Wochen, bei Weibchen teils erst Monate später ein. Als erwachsen gelten sie aber erst ab dem 6. Lebensmonat. Erst dann sollten sie auch zur Zucht eingesetzt werden.
In Gefangenschaft erreichen sie ein Durchschnittalter von 2 bis 4 Jahren.
Bei Streifenmäusen wird laut Literatur eine Art „Inzuchtsperre“ vermutet, die verhindert, dass sich miteinander verwandte Tiere untereinander fortpflanzen.
Leider musste ich schon beobachten, dass sie es sehr wohl und mit verheerenden Folgen für den Nachwuchs tun. Die Folge war im Fall dieser Gruppe eine teils sehr starke Deformation des Beckengürtels sowie eine erhöhte Neigung zu Diabetes und Erkrankungen der inneren Organe. Stark betroffene Tiere wurden von der Gruppe attackiert und teilweise sogar getötet.
Liebhaber ohne züchterische Kenntnisse halten also schon aus diesem Grund besser Abstand von der Vermehrung dieser Tiere.
Krankheiten
Streifenmäuse sind sehr gesunde Tiere, wenn man sie ihren Bedürfnissen entsprechend hält. Am häufigsten sind bei diesen Tieren Erkältungen durch Zugluft oder zu niedrige Temperaturen sowie Verletzungen durch Auseinandersetzungen. Letztere können z.B. aus fehlender, herausgefetzter Haut bis zur Fläche einer Euromünze und größer bestehen. Aber auch Knochenbrüche sind bei schweren Kämpfen nicht selten. Außerdem reagieren die Tiere schnell mit physischen Schäden auf Inzucht.
Davon abgesehen gibt es keine nennenswert häufigen Erkrankungen.
Sie sollten für veterinärmedizinische Notfälle immer eine Rücklage von ca. 100 Euro im Hause haben.
Vergesellschaftung
Für die Vergesellschaftung eignen sich am besten noch nicht geschlechtsreife Jungtiere. Der Versuch, erwachsene Tiere zu vergesellschaften, kann in Todesfällen enden und sollte nur von sehr erfahrenen Haltern vorgenommen werden.
Für Jungtiere hat sich die Etappenmethode bewährt. Fangen Sie dabei mit den Tieren in der Badewanne an, wo diese genügend Platz zum Ausweichen haben. Das verringert die Gefahr von Aggressionen und Verletzungen. Vertragen sich die Tiere in der Wanne mehrere Stunden lang, können sie in einen Hamsterknastkleiner, handelsüblicher Gitterkäfig bis zu einer Seitenlänge von 80cm
mit mindestens 60cm Seitenlänge gesetzt werden. Dort sollten sie 1 bis 3 Tage bleiben. Erst dann sollten sie in das unmöblierte Endgehege gesetzt werden. Das Inventar können Sie dann täglich oder alle 2 bis 3 Tage – je nach Ruhe oder Unruhe in der Gruppe – nach und nach ins Gehege bringen.
Wichtig: Nehmen Sie immer die benutzte Streu der Tiere in die nächste Stufe mit! Dies gilt auch, wenn Sie neue Tiere bekommen und diese in ihr Gehege setzen!
Bei erwachsenen Tieren können Sie ebenfalls die Etappenmethode anwenden. Hier hat sich eine Verbindung mit der Duftmethode oder der Trenngittermethode als vorteilhaft erwiesen. Auch sollten Sie die Etappenmethode in jeder Stufe verlängern, also etwa 12 bis 24 Stunden in der Wanne und dann erst in den Hamsterknastkleiner, handelsüblicher Gitterkäfig bis zu einer Seitenlänge von 80cm
umsetzen, wo sie wiederum 3 bis 7 Tage bleiben, bevor sie in eine weitere Zwischenstufe oder das leere Endgehege ziehen.
Achtung bei Rennereien: Rennt ein Tier einem anderen beständig hinterher, ohne es zu beißen, kann das schon die Vorstufe zu handfesten, verletzungsträchtigen Konflikten sein! Haben Sie daher immer ein genaues Auge auf solche Tiere.
Anschaffung
Streifenmäuse sind im Tierschutz nur selten anzutreffen. Aber Nachfragen kann sich lohnen. Andernfalls sollten Sie einen seriösen Züchter aufsuchen oder auf Messen nach den Tieren schauen. Aber Achtung, auf Messen gibt es auch oft schwarze Schafe unter Züchtern und Händlern.
Im Zooladen finden Sie die Tiere nur selten. Da Sie hier Gefahr laufen, kranke, mit Parasiten behaftete und/oder schwangere Tiere zu erstehen, sollten Sie von einem Kauf im Geschäft Abstand nehmen. Auch die Geschlechtsbestimmung ist dort meist nicht so sicher wie bei einem erfahrenen Züchter.
Je nachdem für welche Gehegelösung und welches Inventar Sie sich entscheiden, sollten Sie für die Anschaffung von Gehege, Einstreu, Inventar, Futter und Transportbox mit Kosten zwischen 200 und 300 Euro rechnen.
Der monatliche Unterhalt beschränkt sich aber je nach Gruppengröße in etwa auf 20 bis 30 Euro.
Artengesellschaft
Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Streifenmäuse sind für Artengesellschaften beschränkt geeignet.
Schaffen Sie also niemals Streifengrasmäuse für eine Artengesellschaft an, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Sie sollten beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Tiere leiden würden.
Eine Artengesellschaft mit Streifengrasmäusen ist mit Nagern denkbar, die wie diese eher mäßig gut klettern und bei der Ernährung der Streifengrasmäuse nicht verfetten. Besser kletternden Arten müssen Sie in jedem Fall genug Nischen bieten, in denen Sie ihre Kletterfähigkeiten austoben und trainieren können, ohne dass für Streifenmäuse Absturzgefahr besteht. Auch die Temperaturpräferenzen sollten ähnlich sein.
Von einer Artengesellschaft mit Tüpfelgrasmäusen ist abzuraten!
Das Gehege sollte für eine Artengesellschaft eine Gesamtgrundfläche (Etagen eingerechnet) von mindestens 3 bis 3,5 qm haben. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!
Weitere Informationen
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Quellen:
Rodent Info
Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder, (Hrsg.): Mammal species of the world Vol. 2, 3. Auflage, The Johns Hopkins University Press, Baltimore, 2005










