Hirschmaus
Systematik und Biologie
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Wühler (Cricetidae) |
| Unterfamilie: | Neotominae |
| Gattung: | Weißfuß- oder Hirschmäuse (Peromyscus) |
| Art: | Hirschmaus (Peromyscus polionotus) |
61 Unterarten von Peromyscus maniculatus
Diese Mausart wird aufgrund ihres hirschfarbenen Fells auf der Körperoberseite als Hirschmausbezeichnet. Der wissenschaftliche Artname leitet sich aus dem Griechischen ab von pero (= fehlerhaft, unvollkommen) und myskos (= Maus) sowie dem lateinischen maniculatus (= kleine Hand).
Wildtier Hirschmaus
Die nachtaktive Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) ist die am weitesten verbreitete Art der Gattung und besiedelt den Kontinent von Alaska bis Mexiko. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis Quebec und New Brunswick, im Westen bis zum Yukon Territory und dem Südosten Alaskas, im Osten bis zur Hudson Bay, im Süden bis nach Baja California (Mexiko) und durch die Sierra Madre in den Süden Mexikos (Oaxaca). Sie fehlen in Nordamerika also nur in den arktischen und subarktischen Regionen.
In dem riesigen Verbreitungsgebiet besiedeln die Tiere viele verschiedene Lebensräume. So sind sie in der Prärie genauso zu finden wie in den verschiedensten Wäldern, Halbwüsten, Buschland, Bergland, auf Feldern und auch in der Nähe menschlicher Siedlungen. Daraus erklärt sich auch die große Anzahl der Unterarten, die die Hirschmaus hat.
Je nach Lebensraum bauen Hirschmäuse überirdische Nester aus Pflanzenmaterial, Haaren und Federn in hohlen Baumstämmen oder ähnlichem oder besiedeln bereits vorhandene Erdbauten anderer Tiere, in denen sie diese Nester anlegen. Eigene Baue graben sie aber nicht.
Obwohl Hirschmäuse ausgezeichnete Kletterer und Schwimmer sind, halten sie sich dennoch meist auf dem Boden auf. Dort leben sie meist einzelgängerisch oder mit einer Maus des anderen Geschlechts zusammen. Das Revier einer Hirschmaus überlappt sich mit denen anderer Artgenossen. Wobei die kleineren Weibchenreviere häufiger mit denen mehrerer Männchen überlappen, so dass sich die Tiere regelmäßig begegnen. Vor allem während der Jungenaufzucht verteidigen die Weibchen ihr Revier besonders aggressiv, da unbewachte Jungtiere auch Opfer fremder Artgenossen werden können.
Gruppen von zehn und mehr Individuen bilden die Tiere in den kälteren Regionen im Winter, um Energie zu sparen, da sie keinen Winterschlaf halten. Wird es wärmer, geht wieder jede Maus ihres Weges.
Studien haben allerdings auch ergeben, dass die Tiere sehr standorttreu sind. Selbst Jungtiere wandern oft nicht weit vom Ort ihrer Geburt weg, so dass man von regelmäßiger Inzucht bei wilden Hirschmäusen ausgeht.
Das Verbreitungsgebiet und der Lebensraum der Tiere hat auch Einfluß auf ihre Gestalt. So sind die waldbewohnenden Unterarten größer und haben längere Schwänze und Füße als Tiere aus Prärie oder Grasland. Die Oberseite der Tiere ist in verschiedenen Agoutischattierungen von grau bis rotbraun gefärbt, die Unterseite ist jedoch bei allen Unterarten weiß.
Auch die Ernährung hängt stark vom Lebensraum, aber auch von der Jahreszeit ab. Hirschmäuse sind Allesfresser, die sich von Saaten, Früchten, Nüssen, Pflanzenteilen und Pilzen, aber auch Insekten und anderen Wirbellosen aller Art ernähren. Welche Saaten sie fressen oder welchen Anteil eine bestimmte Nahrung hat, richtet sich nach dem Nahrungsangebot des Lebensraumes und der Jahreszeit. So kann tierische Nahrung im Winter einen Anteil von 15 bis 55% haben, während die Tiere im Sommer mehr pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Um den Winter zu überstehen, legen die Tiere außerdem an geschützten Stellen Vorratslager an.
Hirschmäuse sind sehr fruchtbar und können sich unter idealen Bedingungen in rasantem Tempo fortpflanzen. In Regionen ohne wirklichen Winter vermehren sie sich das ganze Jahr über, sonst legen sie in der kalten Jahreszeit eine Pause ein.
Durch ihre starke Vermehrung sind Hirschmäuse nicht auf der Liste der bedrohten Arten zu finden. Sie bilden jedoch die Nahrungsgrundlage für viele andere Bewohner ihrer Lebensräume. Dazu gehören diverse Eulen und andere Greifvögel, Wiesel und andere Marderartige, Waschbären, Füchse, Luchse, Coyoten und Katzenfretts sowie verschiedene Schlangenarten.
Für den Menschen sind Hirschmäuse unter mehreren Aspekten bedeutsam. Zum einen gelten sie als gute Insektenvertilger, zum anderen können sie der Landwirtschaft oder einigen Pflanzen ihres Lebensraumes aber auch massiv schaden, indem sie Teile der Ernte oder große Teile der Saaten dieser Pflanzen fressen.
Da sie unkompliziert zu halten sind, findet man sie auch in amerikanischen Labors, wo sie ähnlich weit verbreitet sind wie Farbmäuse.
Gefährlich können sie dem Menschen werden, da sie über Speichel, Kot und Urin Hanta-Viren (besonders das Sin-Nombre-Virus) verbreiten können. Auch können sie Träger des Erregers der Lyme-Krankheit sein.
Anatomie und Erscheinung
Je nach Unterart sind die Tiere insgesamt zwischen 10,6 und 22,2 cm lang, wobei 4,6 bis 12,3 cm auf den Schwanz entfallen. Die recht kleinen Tiere sind dabei zwischen 10 und 30g schwer.
Das weiche, dichte Fell ist auf der Oberseite agoutifarben in verschiedenen Schattierungen von grau über graubraun bis rötlichbraun. Die Unterseite der Tiere ist stets klar abgesetzt weiß gefärbt. So ist auch der behaarte Schwanz zweifarbig geteilt.
Der Kopf von Hirschmäusen ist verglichen mit Farbmäusen recht rund, die Augen dunkel und sehr groß, die Ohren rundlich und fein behaart. So entsprechen die Tiere stark dem Kindchenschema und werden deshalb meist als niedlich empfunden.
Die Hirschmaus als Haustier
Eignung
Hirschmäuse eignen sich aufgrund ihres unkomplizierten Sozialverhaltens und ihrer relativ leicht erfüllbaren Ansprüche sehr gut für Mäuseanfänger, die nicht unbedingt handzahme Streicheltiere suchen. In einem geeigneten Habitat sind sie sehr interessante Beobachtungstiere. Angefaßt zu werden mögen Sie dagegen gar nicht. Daher können die wuseligen Nager im Handling etwas anstrengender werden als Farbmäuse.
Achten Sie bei Ihren Anschaffungsüberlegungen darauf, daß Hirschmäuse sehr agil sind und daher vergleichsweise viel Platz brauchen, um sich optimal entfalten zu können. Platz für eine Voliere oder einen großen Eigenbau sollte also in Ihrer Planung in jedem Fall sein.
Im Gegensatz zu Farbmäusen können auch geruchsempfindliche Menschen mit den kleinen Nagern glücklich werden, da sowohl Weibchen als auch Böcke bei richtiger Haltung fast nicht riechen. Außerdem sind hier Weibchen wie Männchen sehr verträglich. Vor dem Problem streitender Böcke wird ein Anfänger mit diesen Mäusen nicht stehen.
Für Kinder sind sie als Haustiere nicht geeignet!
Handhabung
Hirschmäuse sind sehr neugierige Tiere, die sich aber nur ungern auf die Hand nehmen lassen. Deshalb ist das Handling dieser Tiere auch etwas schwieriger als bei Farbmäusen. Zudem sind sie lebhafter, schneller und auch etwas schreckhafter. Sie sollten sich also nicht hektisch bewegen, wenn Sie mit den Tieren hantieren.
Erschrecken Sie ein Tier, besteht die Gefahr, dass es auch aus mehr als 1 m Höhe auf den Boden springt.
Die Geschlechtsbestimmung führen Sie bei diesen Mäusen am besten mit Hilfe einer durchsichtigen Transportbox durch. So können Sie die Tiere in Ruhe von unten betrachten, ohne dass eine Fluchtgefahr besteht.
Beim Tierarzt können Sie die Tiere am besten wie scheue Farbmäuse behandeln, also vorsichtig und nicht zu hektisch bewegen und immer sicherstellen, dass das Tier die Hand bemerkt hat, bevor es berührt wird. Ist eine Berührung nicht nötig, so kann das betreffende Tier auch in einer durchsichtigen Box begutachtet werden.
Für bestimmte Untersuchungen und für Injektionen kann auch der Nackengriff angewandt werden, der aufgrund der Lebhaftigkeit der Tiere etwas Übung verlangt.
Bei Hirschmäusen ist es nicht notwendig, die ganze Gruppe zum Tierarzt mitzunehmen.
Manchmal passiert es auch, dass ein Tier flüchtet. Solche Mäuse fangen Sie am besten mit einer Lebendfalle oder einem Kescher wieder ein. Geübte Halter können die Tiere auch mit der Hand fangen, da sie nicht beißen.
Sozialstruktur und Verhalten
Auch wenn die nachtaktiven Hirschmäuse als Wildtiere von vielen Quellen als eher einzelgängerische, territoriale Nager beschrieben werden, haben sie sich in der Haustierhaltung als durchaus gesellige Tiere erwiesen, die gern auch in größeren Gruppen leben. Dabei treten weder in Männchen- noch in Weibchengruppen nennenswerte Streitereien auf.
Dem Menschen gegenüber zeigen sich die Mäuse neugierig und an der Hand interessiert. Dennoch eignen sie sich nicht als Streicheltiere. Zudem verteidigen einige Gruppen ihr Revier auch gern mal mit den Zähnen, wenn sie es für angebracht halten.
Hirschmäuse haben eine für Mäuse eher seltene Eigenart: Sie horten ihr Futter in erstaunlich großen Mengen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in einem Häuschen einmal 1 kg Futter fein säuberlich eingelagert finden. Bei mir haben 12 Tiere in 5 Monaten über 6kg Futter eingelagert. Interessanterweise horten bei mir nur die Weibchen. Die Männchengruppe dagegen hat kein Futterlager.
Hirschmäuse sind bei Platzmangel anfällig für Verhaltensstörungen. So lassen sich bei Tieren aus dem Labor anfangs noch Kreislaufen und Backflips beobachten. Diese treten jedoch nicht nur in Laborkäfigen auf. Auch die leider immer noch zur Mäusehaltung verwendeten Dunas führen zu dem Problem. Sie sollten das Gehege also nach Möglichkeit von Anfang an am besten größer als die Mindestmaße planen, um diesen Verhaltensstörungen vorzubeugen.
Haltung
Zur Unterbringung der sehr bewegungsfreudigen Mäuse gibt es mehrere Möglichkeiten.
So eignen sich Gehege ab einer Größe von 100x50x100 cm und einem Gitterabstand von maximal 8 mm oder Maschengitter von max. 1,27 cm Maschenweite für 2 bis 5 Tiere.
Am besten geeignet sind umgebaute Schränke, Eigenbauten und Volieren. Hier kann mit Astwerk und gut strukturiert eingerichteten Etagen ein abwechslungsreiches, alle Sinne und Triebe der Tiere ansprechendes Umfeld geschaffen werden. Die Bodenverblendung sollte hier ca. 30 cm hoch sein, um den Tieren eine Buddeletage anbieten zu können, ohne dass diese übermäßig viel Streu vor dem Nagerheim verteilen. Hier ist durch Maschengitter eine optimale Lüftung garantiert.
Aquarien und Terrarien bieten den munteren Mäusen vergleichsweise wenig Kletterfläche, da zum einen das Gitter als bekletterbarer Untergrund fehlt und sich zum anderen Äste und dergleichen schlechter befestigen lassen. Je nach Maßen und Lüftungsart ist auch eine ausreichende Belüftung nicht gewährleistet. Daher sind sie für die Haltung dieser Nager nur bedingt geeignet.
Mäusetische eignen sich für Hirschmäuse gar nicht, da sie auch aus größeren Höhen auf den Boden springen und Sie die Mäuse schnell in der Wohnung suchen müssten.
Die Einrichtung sollte dreidimensional stark strukturiert werden und das Klettervermögen der Tiere ansprechen und schulen. Dazu eignen sich Äste, Wurzeln, Leitern, waagerechte Seile und andere Einrichtungsgegenstände. Auch Korkröhren werden gern angenommen. Besonders beliebt sind bei den Tieren hängende Nistkästen und Kokosnüsse, in denen sie ihr Futter horten.
Unabdingbar sind mehrere Häuschen aus den verschiedensten Naturmaterialien, in die sich die Tiere zurückziehen können.
Bei Laufrädern scheiden sich die Geister. Ist das Bewegungsangebot ausreichend groß, ist ein Rad überflüssig. Wer seinen Tieren dennoch eines anbieten will, sollte darauf achten, dass es einen Mindestdurchmesser von 20 cm, eine geschlossene Lauffläche und eine geschlossene Rückwand hat.
Ebenfalls zur Grundausstattung gehören eine Wasserflasche, eine Trockenfutter- und eine Feuchtfutterschüssel.
Ernährung
Das Grundfutter setzt sich idealer Weise aus einem Gemisch aus diversen Kleinsaaten und Grassamen sowie verschiedenen Getreiden zusammen. Hirse kann auch in Form von Kolbenhirse angeboten werden. Da Hirschmäuse sehr experimentierfreudig sind, können Sie diese Grundmischung mit vielen Einzelfuttermitteln wie Trockengemüse oder Saaten ergänzen.
Kürbis- und Sonnenblumenkerne eignen sich für die neugierigen Nager sehr gut als artgerechtes Leckerli.
Das Frischfutter sollte überwiegend aus Gemüse und sonstigem Grünfutter bestehen. Als Ergänzung können Sie ein wenig Obst füttern. Die Tiere sind dabei wenig wählerisch und begeistern sich für fast jede Art von Frischfutter.
Tierisches Eiweiß darf in der Ernährung auf keinen Fall fehlen. Dazu eignen sich lebende oder getrocknete Insekten, aber auch gekochtes Eiweiß. Lebende Insekten haben den Vorteil, daß sie die Tiere zu mehr Bewegung anregen, wenn sie die Insekten erst erjagen müssen.
Fortpflanzung
Hirschmäuse sind extrem fruchtbar. Im Labor wurden schon Weibchen mit 14 Würfen in einem Jahr registriert, was der Gesundheit der betroffenen Weibchen aber wohl kaum gut getan gaben dürfte.
Die Weibchen werden etwa alle 5 Tage mausig und haben nach erfolgreichem Decken eine durchschnittliche Tragzeit von 23 bis 25 Tagen. Diese kann sich bei säugenden Weibchen auf bis zu 30 Tage verlängern. nach dieser Zeit bringen sie 2 bis 10, im Durchschnitt 4 bis 6, nesthockende Jungtiere mit einem gewicht von etwa 1,5 bis 2g zur Welt, die sich rasant entwickeln.
Bereits nach 24 Stunden ist die Haut pigmentiert. Weitere 24 Stunden später brechen die ersten Fellhaare durch. Am 10. Tag öffnen sich die Ohren, 2 bis 7 Tage später die Augen und die Jungen beginnen herumzukrabbeln. Mit etwa 4 Wochen werden sie dann entwöhnt, sind aber erst mit etwa 35 Tagen selbständig. Daher sollten auch entwöhnte Jungtiere noch bei der Mutter verbleiben.
Die Geschlechtsreife erreichen die kleinen Hirschmäuse noch in ihrem graublauen Jugendfell mit 40 bis 50 Tagen. Sie sind jedoch erst im Alter von etwa 10 Wochen wirklich ausgewachsen.
Hirschmäuse sind im allgemeinen polygame Tiere. Jedoch wurden bei Studien auch schon monogame Paare beobachtet.
Wilde Hirschmäuse werden in der Regel nicht einmal ein Jahr alt. In Gefangenschaft ist ihre Lebenserwartung jedoch um einiges höher. Die älteste Hirschmaus wurde laut wissenschaftlichen Aufzeichnungen 8 Jahre alt. Durchschnittlich erreichen die Tiere jedoch ein Alter von 3 bis 4 Jahren.
Krankheiten
Hirschmäuse sind von robuster Gesundheit und werden entsprechend selten krank bei richtiger Haltung und Pflege, so dass es keine für diese Mäuse typischen Erkrankungen gibt. Am ehesten müssen Sie mit Erkältungen nach einem unsachgemäßen Transport oder bei Zugluft rechnen.
Für veterinärmedizinische Notfälle sollten Sie aber in jedem Fall eine finanzielle Rücklage von ca. 100 Euro haben.
Vergesellschaftung
Die Vergesellschaftung von Hirschmäusen ist genau wie ihr sozialer Umgang meistens sehr friedlich und unkompliziert. Weder bei den Männchen noch bei den Weibchen sind ernsthafte Probleme bei der Vergesellschaftung zu erwarten, wenn Sie die Maßgabe eines neutralen Territoriums, auf dem sich die Tiere kennen lernen können, beachten. In der Regel beschnuppern sich die Tiere ausgiebig, ohne dass es Dominanzgesten oder gar Streitereien kommt. Die zusammengeführten Gruppen sind in der Regel auch stabil.
Hier sowohl mit Männchen wie auch mit Weibchen getestet und für gut befunden wurde die Etappenmethode mit Badewanne, Hamsterknastkleiner, handelsüblicher Gitterkäfig bis zu einer Seitenlänge von 80cm
und Endgehege. Je nach Verhalten der Tiere reicht hier eine Woche, bis das Endgehege schön eingerichtet werden kann. Schrittweises Einrichten ist oft gar nicht nötig.
Anschaffung
Hirschmäuse gibt es im Tierschutz selten. Meist handelt es sich bei diesen Tieren um entlassene Labortiere. Wenn Sie Interesse an dieser Tierart haben, können Sie mit unter info[at]das-maeuseasyl.de eine Mail schreiben. Züchter Züchter dieser Tiere gibt es in Deutschland kaum, auch auf Messen werden die Tiere in der Regel nicht angeboten. In Zoohandlungen findet sich diese Tierart bisher gar nicht.
Je nach gewünschter Gehegelösung sollten Sie für die Erstanschaffung von Unterkunft, Inventar, Streu, Futter und Transportbox zwischen 150 und 300 Euro rechnen.
Monatlich fallen für Futter und Streu dann je nach Gruppengröße und verwendeter Einstreu Kosten in Höhe von etwa 20 bis 30 Euro an.
Artengesellschaft
Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Für eine Artengesellschaft sind Hirschmäuse durch ihren friedlichen Charakter gut geeignet. Da aber nie sicher ist, ob die andere Art die kleinen Mäuse auch akzeptiert, sollten Sie niemals Hirschmäuse für eine Artengesellschaft anschaffen, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Sie sollten beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Tiere leiden würden.
Besonders harmonisch leben beispielsweise Farbmäuse und Küstenmäuse zusammen. Auch einsame Waldmausfindlinge und die neugierigen, friedlichen Rötelmäuse sind bei ausreichend großen Gehegen gute Mitbewohner. Bei dominanten Arten wie Vielzitzenmäusen oder Stachelmäusen werden Küstenmäuse schnell untergebuttert, im schlimmsten Falle sogar angegriffen und (schwer) verletzt. Die richtige Auswahl der Partnerart und ausreichende Gehegegröße ist für ein solches Unterfangen also besonders wichtig!
Das Gehege für eine Artengesellschaft sollte je nach gewählter Partnerart eine Gesamtgrundfläche (Etagen eingerechnet) von mindestens 2 bis 4 qm haben. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!
Weitere Informationen
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Quellen:
Wikipedia – Hirschmaus
Wikipedia – Peromyscus maniculatus
Tierdoku.de
Natural Science Research Laboratory
US Forest Service
University of Wisconsin Stevens Point
University of South Carolina










