Farbmaus

Systematik und Biologie

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Echte Mäuse (Murinae)
Gattung: Mus
Art: Hausmaus (Mus musculus)
Unterart: Farbmaus (Mus musculus forma domestica)


Unterarten: farbi-titelbild.jpg

Westliche Hausmaus (Mus musculus domesticus) [westlich der Elbe]
Nördliche Hausmaus (Mus musculus musculus) [östlich der Elbe]
Steppen-Hausmaus (Mus musculus spicilegus) [Balkangebiet und Ukraine]
Asiatische Hausmaus (Mus musculus bactrianus) [Innerasien]
Mandschurische Hausmaus (Mus musculus manchu) [Innerasien]
Wagner-Hausmaus (Mus musculus wagneri) [Ostasien]
Iberische Hausmaus (Mus musculus spretus) [Spanien, Portugal und NW-Afrika]


Wildtier Hausmaus

farbi-zierbild4.jpg Die Hausmaus besiedelte ursprünglich Steppen, Halbsteppen und Halbwüsten des Mittelmeergebietes und Südostasiens. Dort ernährte sie sich hauptsächlich von Grassamen.
Wahrscheinlich schon mit Beginn des Ackerbaus vor über 8000 Jahren schloss sie sich dann dem Menschen an, der den Tieren mit seinen Kornkammern ein völlig neues, nie gekanntes Schlaraffenland eröffnete. Wilde Hausmäuse benötigen täglich mindestens 35 bis 45% ihres eigenen Körpergewichtes an Nahrung, also deutlich mehr, als ihre domestizierten Verwandten.
In freier Wildbahn leben Hausmäuse immer im Familienverbund und bilden teilweise sehr große Rudel. Einzelgänger wurden hingegen noch nicht beobachtet. Sie hätten auch keine reelle Überlebenschance. Hausmäuse sind in ihrem Leben immer auf den Schutz der Gruppe angewiesen. Durch das Leben in Gruppen besitzen sie ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten, das im Kapitel Sozialstruktur und Verhalten näher betrachtet wird.

Wilde Hausmäuse haben sich schnell zu ungeliebten Kulturfolgern und Schädlingen in der Nähe des Menschen entwickelt. Doch nicht alle Menschen sehen sie als Plage an. Die in der Natur sehr seltenen weißen Mäuse werden teilweise als heilig verehrt. Es gibt in Indien sogar einen Tempel, in dem Mäuse - und zwar nicht nur weiße - als heilig verehrt werden, ähnlich wie in dem bekannteren Tempel für die Ratten.
Mäuse wurden auch für verschiedene heilige Rituale gebraucht, sollten Glück bringen und (als Medizin eingenommen) Krankheiten heilen.
Gezielt gezüchtet werden sie seit ca. 2000 Jahren in China und seit über 300 Jahren in Japan, von wo sie vor ca. 160 Jahren nach Europa kamen. Erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts traten sie ihre traurige Karriere als Labortiere an.


Anatomie und Erscheinung

farbi-zierbild7.jpg Die Farbmaus hat ihren Namen daher, dass sie in extrem vielen verschiedenen Farben als Haustier vorkommt. Von ganz weiß über gelb, orange, rot, blau, lila bis ganz schwarz und deren Scheckungen sind fast alle Farben denkbar.
Einige Farben gibt es wie Albinomäuse mit roten Augen. Diese Tiere sind lichtempfindlicher und neigen zu Veränderungen an der Hornhaut. Man sollte sie deshalb nach Möglichkeit nicht mit Blitzlicht photographieren.
Die gesündeste Zuchtform der Farbmaus ist die normale, glatt- und kurzhaarige Form. Es gibt daneben noch verschiedenste andere Formen, die zum größten Teil als qualzüchtig eingestuft werden. Nähere Informationen zu Qualzuchten finden Sie HIER.

Daten und Fakten

Farbmäuse wiegen im Durchschnitt 25 bis 50g. Zwergwüchsige Tiere können aber auch nur 5g, adipöse Exemplare bis 100g auf die Waage bringen. Die Körperlänge schwankt zwischen 8 und 11cm, dazu kommt ein 7,5 - 10cm langer Schwanz.
Die Körpertemperatur einer gesunden Farbmaus liegt mit 38,5 bis 39,3°C höher als die des Menschen. Die Atemfrequenz liegt bei ca. 100 - 200 Respirationen/min, Herzfrequenz bei ca. 300-800 Schläge/min.
Die Wahrnehmung der Maus führt den visuell betonten Menschen in eine völlig neue Welt, wie ein Lebewesen seine Umwelt sieht. farbi-sinne.jpg Durch die seitlich am Kopf befindlichen Augen haben die Tiere zwar einen guten Rundumblick, aber fast kein räumliches Sehvermögen. Somit können sie Entfernungen und Tiefe nur schwer abschätzen. Die Augen der Farbmaus sind dafür eingerichtet, Bewegungen gut wahrzunehmen. Das Farbsehen ist dagegen kaum entwickelt. Es wird ihr eine gewisse Farbtüchtigkeit im roten und gelben Spektralbereich zugesprochen. Angeblich ist sie auch in der Lage, bestimmte Spektralbereiche des ultravioletten Lichts wahrzunehmen.

Das Gehör der Tiere ist deutlich besser ausgebildet als der visuelle Sinn. Die Ohren können unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegt werden und nehmen Töne wahr, die Mensch nicht mehr hört, weil sie im Ultraschallbereich liegen. In diesem Bereich findet auch vorwiegend die akustische Kommunikation der Tiere statt.

Der Geruchssinn ist ebenfalls sehr gut entwickelt und hilft dem Tier sowohl bei der Orientierung wie auch in der sozialen Kommunikation. So verständigen sich die Mäuse über gelegte Duftspuren, sie markieren ihr Revier mit Düften, laufen auf Duftstraßen, die sie auch in absoluter Dunkelheit zuverlässig und sicher beschreiten können, und orientieren sich auch bei der Partnerwahl und innerhalb des Rudels am Geruch der anwesenden Tiere.

Mäuse besitzen ein hochdifferenziertes Gleichgewichtsorgan im Innenohrbereich. Dieses ermöglicht ihnen sicheres Gehen und Klettern auch auf dünnen Ästen, schmalen Kanten und auf Seilen. Um den Gleichgewichtssinn der Tiere nicht verkümmern zu lassen, muss er regelmäßig angesprochen werden. Untrainierte Tiere bewegen sich in anspruchsvollem Gelände anfangs etwas unsicher, bis sie wieder gelernt haben, diesen Sinn richtig zu gebrauchen.
farbi-sinne2.jpg
Mit Hilfe der Tasthaare (Vibrissen) können Mäuse auch in absoluter Dunkelheit ihre Umgebung gut wahrnehmen. Sie können damit und mit den seitlich am Körper befindlichen Tasthaaren unter anderem auch abschätzen, ob sie durch ein Loch hindurchpassen oder nicht.

Farbmäuse besitzen insgesamt 16 Zähne. Vier davon sind die ständig nachwachsenden Nagezähne vorn im Kiefer, die mit einer starken Zahnschmelzauflage umgeben sind. Diese Auflage ist bei gesunden Tieren gelblich bis orange. Bei Mangelerscheinungen kann sie heller bis weiß werden. Hinter den Nagezähnen haben die Tiere eine Lücke, nach der insgesamt 12 Backenzähne folgen, die im Gegensatz zu den Nagezähnen nicht nachwachsen.

Bilder von den unterschiedlichsten Farbmäusen finden Sie in der Galerie.


Die Farbmaus als Haustier

Eignung

farbi-zierbild10.jpg Farbmäuse sind im Vergleich zu einigen ihrer exotischen Verwandten recht leicht zu halten. Doch auch sie haben gewisse Ansprüche, die man ihnen in jedem Fall erfüllen muss, will man glückliche Mitbewohner haben. Auch in der Fütterung sind Farbmäuse vergleichsweise unkompliziert. Weibchen und Kastraten haben zudem meist ein sehr friedliches Sozialverhalten, das sie zusammen mit den oben angeführten Punkten zum idealen Haustier für Mäuseanfänger macht. Unkastrierte Böckchen gehören jedoch aufgrund ihres schwierigen Sozialverhaltens nur in erfahrene Hände. Einem Anfänger sind sie auf keinen Fall zu empfehlen!
Allen Mäusen gleich ist, dass sie sich nicht zum Haustier für Kinder eignen. Dafür sind sie zu klein und auch zu stressempfindlich.
Da Farbmäuse - besonders unkastrierte Böcke - einen eigentümlichen, recht intensiven Geruch haben, sollten Sie vorher abklären, ob sie mit diesem umgehen können oder nicht. Für extrem geruchsempfindliche Menschen sind Farbmäuse von vornherein nicht zu empfehlen.


Handhabung

farbmaus-handhabung.jpg Farbmäuse sind in der Regel recht einfach zu handhaben, da sie weder beißen, noch sonderlich scheu sind. Sie können sie bei Bedarf meist einfach auf die Hand nehmen.
Kommt die Maus nicht freiwillig, müssen Sie sie einfangen. Entweder nutzen Sie dafür eine Klorolle oder ähnliches oder Sie fangen die Maus mit den Händen, indem Sie von der Seite zufassen. Von ob auf die Maus zu greifen, verbietet sich, da das Tier dann einen Fressfeind vermutet und unter Stress gerät. Auch der Schwanz ist nur in absoluten Notfällen (z.B. sehr scheue Tiere) zum Anfassen da. In diesen Fällen müssen Sie das Tier mit der freien Hand unterstützen. Mit der anderen halten Sie es direkt an der Schwanzwurzel fest.
Zur Geschlechtsbestimmung heben Sie das Tier entweder vorsichtig an der Schwanzwurzel ein kleines Stück an, so dass der vordere Körperteil noch auf der Unterlage verbleibt. Oder Sie setzen das Tier in eine durchsichtige Box, um es von unten zu betrachten. Letztere Methode hat den Vorteil, dass die Hoden nicht in den Körper zurückgezogen werden und damit deutlich sichtbar bleiben.
Beim Tierarzt wenden Sie die oben beschriebene Handhabung an. Für Injektionen und ähnliches können Sie die Maus auch mit dem Nackengriff und an der Schwanzwurzel auf einer Unterlage fixieren. Der Nackengriff kann auch für die Untersuchung, etwa im Kopfbereich, angewandt werden.
Für unkastrierte Böckchen empfiehlt es sich, die ganze Gruppe mit zum Tierarzt zu nehmen, um Streit bei der Rückkehr zu vermeiden. Bei Weibchen- und Kastratengruppen können Sie auch nur das vorzustellende Tier einpacken. In der Gruppe ist die Reise für das erkrankte Tier jedoch stressärmer.
Entflohene Farbmäuse können Sie am besten mit einer TripTrap oder einer Gitterfalle wieder einfangen. Aber auch Kescher und Transportbox eignen sich zu diesem Zweck.


Sozialstruktur und Verhalten

farbi-zierbild-gross1.jpg Farbmäuse sind sehr gesellige Tiere, die Sie auf gar keinen Fall einzeln halten dürfen! Entgegen hartnäckigen Gerüchten werden einzeln gehaltene Tiere auch nicht schneller zahm als Gruppen und die Tiere sind keineswegs glücklich - auch wenn dies manchem Halter so erscheinen mag. Jede einsame Maus leidet sehr unter der Einzelhaft und kein menschliches Wesen kann ihr den Artgenossen auch nur ansatzweise ersetzen. Ein Teil der in Einzelhaft gehaltenen Tiere wird krank, trägt psychische Schädigungen davon, zeigt Verhaltensstörungen oder stirbt gar vor Einsamkeit.
Mäuse brauchen ihre Artgenossen zum Spielen, Rangeln, gegenseitigem Putzen, Kuscheln, um sich sicher zu fühlen und auch zum Kommunizieren im Ultraschallbereich. Daher sollten Sie mindestens 2 gleichgeschlechtliche Mäuse oder Weibchen mit Kastraten halten. Reicht das Platzangebot aus und harmonieren die Tiere miteinander, können diese Gruppen 30 Tiere und mehr umfassen. Halten Sie reine Weibchengruppen, steigt mit der Zahl der Tiere die Gefahr von Zickenterror. Es empfiehlt sich also, in diese Gruppen einen oder mehrere Kastraten zu integrieren, die die Gruppe oft gut harmonisieren.
Ein wesentlich vielschichtigeres Thema ist die Haltung unkastrierter Böcke. Sie ist meist problematisch, da es unabhängig von der Gruppenstärke und dem Verwandtschaftsgrad im Laufe der Zeit zu Rangkämpfen und ernsthaften Beißereien kommt. Selbst die Haltung von nur 2 Böcken garantiert keinen Frieden. Nur in etwa 5% aller Fälle geht die Haltung einer Böckchengruppe ein Leben lang ohne Vorfälle ab.
Setzt man einen noch nicht geschlechtsreifen Jungbock zu einem Altbock, hat die Vergesellschaftung mehr Aussichten auf Erfolg. Doch auch wenn die Zusammenführung harmonisch und erfolgreich verläuft, kann es nach Einsetzen der Geschlechtsreife des jüngeren Tieres trotzdem zu Kämpfen kommen. Die einzige Lösung kann eine rechtzeitige Kastration des jüngeren Tieres darstellen.
Die Haltung gemischter Gruppen mit unkastrierten Böcken verbietet sich schon aufgrund der enormen Nachkommenflut von selbst. Im schlimmsten Fall können aus 2 Tieren in 3 Monaten knapp 100 werden. Dies überfordert jeden Halter! Zudem können die Tiere versteckte, nicht bekannte Gendefekte tragen, die oft schlimme Folgen für den Nachwuchs haben.

Jede Gruppe kennzeichnet ihr Revier mit Urin und Kot. Daher riechen Mäuse auch nach dem Umzug in ein neues Heim intensiver als Tiere, die schon länger an einem Ort wohnen. Versuchen Sie diesen Geruch wegzuputzen, schrubben Käfig und Inventar übermäßig oder versuchen gar dem Mausgeruch mit Duftmitteln beizukommen, markieren die Tiere so intensiv nach, dass sie deutlich mehr riechen, als würden Sie Käfig und Inventar nur mit klarem Wasser abspülen.


Verschiedene Verhaltensweisen

farbi-zierbild8.jpg Mäuse haben eine ausgeprägte Rangordnung, welche sie mit diversen Ritualen festigen. Die Bindung der Mitglieder untereinander etwa wird durch die gegenseitige Körperpflege gestärkt.
Auch dem Menschen gegenüber zeigen sie einige Verhaltensweisen, die sich recht gut deuten lassen:

Weicht die Maus vor der menschlichen Hand zurück oder verharrt ruhig mit zusammengekniffenen Augen, ist sie unsicher und hat Angst. In diesem Fall sollte man die Hand dem Tier einfach ganz ruhig hinhalten. Generell gilt es für scheuere Tiere, ruckartige und zu schnelle Bewegungen zu vermeiden.

Neugierige Mäuse, die ihre Umgebung beobachten, tun dies mit aufgerichteten Ohren und indem sie Männchen machen.

Putzt sich die Maus ausgiebig in der Gegenwart des Menschen, ohne ihn zu beachten, fühlt sich das Tier sicher und ist gelassen. Wiederholtes, kurzes Putzen dagegen ist ein Anzeichen von Nervosität und Angst.

Wird die Maus beim Streicheln unruhig, will weglaufen oder zwickt ihren Menschen in den Finger, hat sie genug vom Kuscheln und möchte eine Ruhepause.

Zähneknirschen kann verschiedene Bedeutungen haben. Abhängig von der Situation kann es größte Angst, größte Wut oder Drohung zum Ausdruck bringen.

Schwanzschlagen hat im Wesentlichen zwei Bedeutungen: Zum einen ist es eine Drohung und Anzeichen größter Wut. Zum anderen kann es auf starke Erregung hindeuten.


Haltung

farbisippe-kueche.jpg Für die Haltung sind Farbe und Fellform unwichtig, da alle Farbmausformen die gleichen Ansprüche an ein schönes Heim haben. Die Mindestgröße für 2 Weibchen und/oder Kastraten beträgt 70x50x70cm (TVT) oder 100x50x50cm.
Für unkastrierten Böcke empfiehlt man meist eine maximale Gehegegröße von 60 x 40 cm, damit sie sich nicht streiten. Oft stellt sich aber auch das Problem, dass selbst in kleiner Haltung Streit auftritt. Zum anderen ist ein so kleiner Käfig für die neugierigen Tiere keine Dauerlösung. So wird Böckchenhaltung auch bei der Käfigfläche zum Balanceakt zwischen notwendiger Enge, Zoff unter den Tieren und schönen, großen Unterbringungen.
Hat die Unterbringung Maschengitter, so ist die größte noch verwendbare Masche Vierpunktgitter mit 12 mm Kantenlänge. Bei Parallelgitter sollte der Abstand maximal 8 mm betragen. Verwenden Sie kein Sechspunktgitter, da die Tiere darin schnell hängen bleiben können.
Unabhängig von der gewählten Unterbringung brauchen die Tiere in jedem Fall mindestens eine Ebene, besser mehrere.
Um Farbmäuse unterzubringen gibt es sehr vielfältige Möglichkeiten: Gitterkäfige in ausreichender Größe, Mäuseschränke, Volieren und Mäuseburgen eignen sich recht gut als Farbmausbehausung. Von Aquarien und Terrarien sollten Sie besser Abstand nehmen. Sie sind für Farbmäuse als gute Kletterer und Tiere mit empfindlichen Lungen nicht geeignet. Weitere Informationen zu Eignung, Vor- und Nachteilen der einzelnen Gehegeformen finden Sie in den Gehegebeurteilungen.

farbi-zierbild5.jpg Für die Einstreu gibt es sehr viele Varianten. Allen muss gemein sein, dass sie staubarm und natürlich sind. Sie können also normale Kleintierstreu, Hanf-, Leinen- oder ähnliche Streu, aber auch Rindenmulch verwenden. Als Nistmaterial können Sie Heu, Stroh, Kokos- und Hanffasern, unparfümierte Taschentücher, normale Küchentücher (keine reißfesten!) und anderes Material anbieten. Auch ein mit Sand und/oder Erde gefüllter Buddelplatz wird gern angenommen. Laub von bodenfernen Ästen bildet eine willkommene Abwechslung.
Farbmäusen können Sie auch ein Sandbad anbieten. Allerdings nutzen sie es weniger zum Baden als vielmehr als Toilette. Um das Fell nicht zu schädigen, sollte es mit Chinchillasand gefüllt werden. Katzenstreu sollten Sie auf keinen Fall verwenden, da diese gefressen giftig sein kann und der Staub die Lungen der Tiere schädigt. Als Inventar für Farbmäuse eignet sich fast alles, was es aus Naturmaterialien gibt. Nagertunnel, Korkröhren, Äste und Wurzeln jeder Größe und Ausführung sind beliebtes und artgerechtes Inventar. Letztere sind dazu noch sehr günstig, wenn man sie selbst sucht. Wichtig ist dabei, keine bodennahen Äste zu verwenden und die Wurzeln richtig zu desinfizieren.
farbi-zierbild9.jpg Häuschen können aus verschiedensten Materialien wie etwa Holz, Ton und Keramik bestehen und in den verschiedensten Formen angeboten werden. Die Eingänge sollten mindestens 3 cm im Durchmesser sein, so dass kein Tier stecken bleiben kann. Auch Nistkästen für Sittiche und Finken- und Exotennester aller Art werden sehr gern angenommen. Kokosnüsse in den verschiedensten Ausführungen sind ebenfalls sehr beliebt.
Heu kann ebenfalls für Mäuse sehr interessant sein. Als Heunester bieten sie einen fertigen Unterschlupf. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen großen Korb, Krug oder ähnliches randvoll mit Heu zu füllen. Die Mäuse klettern darin sehr gern herum und bauen ihre Nester hinein.
Seile schulen Koordination und Muskulatur der Tiere. Ebenso eignen sich dafür Spielplätze, bei deren Bau Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Auch Steine können Sie in die Einrichtung integrieren. So sind Weinsteine, Dachziegeln, etc. eine schöne Ergänzung des Inventars. Selbst gesammelte Natursteine müssen gründlich desinfiziert werden. Schnell wieder zernagt, aber dafür kostenlos überall zu haben sind Pappröhren und Klorollen, über die sich die meisten Mäuse freuen. Sie können sie gleichzeitig auch zum Einfangen der Tiere nutzen. Eine gute Ergänzung für den Wühltrieb der Farbmäuse sind Erdebuddelkästen. Dabei ist zu beachten, dass die Erde niemals ganz austrocknen darf, da sie sonst meistens extrem staubt.
farbi-zierbild15.jpg Ob Mäuse ein Laufrad brauchen, darüber scheiden sich die Geister. Meine Tiere bekommen keines, da sie auch ohne Rad genügend Bewegung haben. Möchten Sie aber Ihren Tieren ein Laufrad anbieten, sollte dieses mehrere Kriterien erfüllen: Es solle einen Mindestdurchmesser von 25 cm, besser mehr, haben. So wird Wirbel- und Bandscheibenschäden sowie einer Wirbelsäulenverkrümmung und dem so genannten „Laufradschwanz“ vorgebeugt. Das Rad muss weiterhin einseitig völlig geschlossen sein, damit die Tiere sich beim Ein- und Aussteigen nicht einklemmen können. Auch die Lauffläche muss völlig geschlossen sein, um ein Hängenbleiben der Tiere in den Sprossen zu verhindern.
Ebenfalls zum Inventar gehört eine Trinkflasche. Wassernäpfe werden schnell eingebuddelt oder durch Kot und Urin verunreinigt.
Auch ein Futternapf und eine Frischfutterschüssel sollten nicht fehlen. Beides stellen Sie am besten etwas erhöht, so dass es von den Tieren nicht zu gegraben wird.


Ernährung

farbi-zierbild6.jpg Farbmäuse haben einen sehr raschen Stoffwechsel. Aufgenommene Nahrung scheiden sie schon nach 3 bis 4 Stunden wieder verdaut aus. Deshalb brauchen sie im Vergleich zum Körpergewicht deutlich mehr Nahrung als ein Mensch, nämlich täglich 25 bis 30 % des Körpergewichtes. Die Hauptnahrung der Farbmäuse sollte aus einer Saatenmischung bestehen, welche sich zu mindestens 60% aus Kleinsaaten zusammensetzt. Zusätzlich kann sie getrocknetes Gemüse und in kleinen Anteilen auch Obst, Fettsaaten und Nüsse enthalten. Durch den Zusatz getrockneter Kräuter können Sie den Mineralhaushalt der Tiere gut regulieren. Wichtig ist, dass möglichst wenig stark verarbeitete Bestandteile enthalten sind, sondern eher Saaten und ihre Flocken.
Neben dem Futter, das Sie in die Schüssel geben, können Sie die Mäuse ihr Futter auch erarbeiten lassen. Dabei empfiehlt es sich, auf natürliche, ungezuckerte Futtermittel wie Kolbenhirse, Flachs- und Haferrispen zurückgreifen. Industriell hergestellte Kräcker und Bisquits sind aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes nicht zu empfehlen.
Auch mit Futterspießen aus Obst und Gemüse können Sie die Nager beim Nahrungserwerb beschäftigen. Für die Tiere auch sehr spannend sind ausgesäte Mischungen aus Weizen, Gerste, Hafer, Gras und einem kleinen Anteil Kräuter.
farbi-zierbild3.jpg Bei Frischfutter gilt immer, mehr Gemüse und sonstiges Grün als Obst zu füttern, da Obst im natürlichen Speiseplan der Mäuse deutlich seltener vorkommt. Auch Keimlinge können als guter Vitaminlieferant angeboten werden. Nicht verfüttern sollten Sie die meisten Kohlarten, da sie stark blähen, rohe Kartoffeln samt Kraut, Papaya, Avocado (hochgiftig!) sowie Zimmerpflanzen.
Da die Maus kein Vegetarier ist, benötigt sie unbedingt tierisches Eiweiß. Dies können Sie in Form von Lebendfutter als Mehlwürmer anbieten. An Lebendfutter wie Grillen und Heuschrecken trauen sich Farbmäuse jedoch kaum heran.
Wer auf Lebendfutter verzichten möchte, kann beispielsweise gekochtes Eiweiß und Trockeninsekten verfüttern. Milchprodukte wie Magerquark, Magermilchjoghurt, fettarmer milder Käse ohne Schimmel und Rinde und Hüttenkäse sind eher eine Notlösung. Schlagsahne ist wider irrtümliche Annahmen kein adäquater Eiweißspender, da sie 30% Fett, aber nur 2,5% Eiweiß enthält. Reine Leckerli für die Tiere, um sie zu locken, zu belohnen oder zu verwöhnen sind beispielsweise Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Gurkenkerne, Erdnüsse und Rosinen. Bei Rosinen empfiehlt es sich, auf Ökoprodukte zurückzugreifen, da diese deutlich weniger mit Pestiziden belastet sind. Industriell gefertigte Leckerlis wie Drops sind leider oft nicht mausgerecht, da sie zu süß und mitunter auch zu fett sind.

Beispiel für ein ernährungsphysiologisch gerecht zusammengesetztes Mäusefutter 1):

SpurenelementeMineralstoffeRohnährstoffe
Mangan 90,0 mgCalcium 1,00 %Rohprotein 19,00 %
Kupfer 12,0 mgPhosphor 0,70 %Rohfett 3,50 %
Zink 75,0 mgNatrium 0,25 %Rohfaser 3,90 %
Jod 2,0 mgMagnesium 0,20 %Rohasche 6,80 %
Eisen 220,0 mgKalium 0,90 %
Selen 0,2 mg
Cobalt 2,0 mg
AminosäurenVitamine
Lysin 1,30 %A 15000 IE
Methionin 0,40 %D3 1000 IE
Cystin 0,03 %E 100 mg
Glycin 1,00 %B1 10 mg
Leucin 1,60 %B2 20 mg
Isoleucin 0,90 %B6 12 mg
Arginin 1,50 %B12 80 µg
Phenylalanin 1,10 %Biotin 400 µg
Tryptophan 0,30 %Pantothensäure 30 mg
Histidin 0,6 %Cholin 1600 mg
Asparaginsäure 2,10 %Nikotinsäure 60 mg
Glutaminsäure 4,3 %K3 5 mg
Valin 1,00 %Inosit 50 mg
Threonin 0,80 %

Die angegebenen Werte für Rohprotein und Rohfett entsprechen dem Bedarf bei reiner Haustierhaltung. Bei schwangeren und säugenden Tieren steigt der Bedarf an Protein auf 22,00 % und der an Fett auf 4,50 %.


Fortpflanzung

Das Überleben ihrer Art sichert die Maus mit vielen Nachkommen. Das ist bei der wilden Hausmaus genauso wie bei unserer Farbmaus. So kann ein Weibchen nach 21 Tagen Tragzeit bis zu 16 Junge gebären und ist schon Stunden nach der Geburt wieder empfängnisbereit, so dass der nächste Wurf schon nach 3 Wochen zur Welt kommt.
Da sich Farbmäuse auch noch unter ungünstigsten Bedingungen vermehren, ist bei ihnen die Vermehrung kein Indikator dafür, dass sich die Tiere wohl fühlen.
Die Mäusekinder öffnen nach ca. 14 Tagen ihre Augen und erkunden ihre Umgebung. Sie werden jedoch noch bis zum Ende der 3. Woche weiter gesäugt. Auch wenn sie danach unabhängig von der Muttermilch sind, sollten Sie die Mäusekinder noch eine weitere Woche bei der Mutter belassen, da sie in dieser Zeit viele wichtige Verhaltensweisen noch erlernen müssen. Mit 28 bis 46 Tagen sind die Kleinen dann geschlechtsreif, so dass es angeraten ist, sie am Ende der 4. Woche nach Geschlechtern zu trennen. Die so genannte Zuchtreife tritt jedoch erst mit 3 bis 4 Monaten ein. Werden Weibchen früher gedeckt, ist dies sowohl für die Mutter als auch für den Nachwuchs sehr von Nachteil. So können zu kleine, kranke oder gar tote Kinder geboren werden oder die Mutter verlässt oder frisst ihre Kinder.
Aufgrund der immensen Vermehrungsrate muss man bei der Anschaffung aus nicht fachkundigen Quellen (z.B. Zoohandlung) immer sicherstellen, keine gemischte Gruppe zu erwerben. Wer ganz sicher gehen will, wendet sich auf der Suche nach seinen neuen Mitbewohnern an einen seriösen Züchter oder eine anerkannte Notfallstation, da man dort viel Übung mit dem Erkennen und Trennen der Geschlechter hat. Farbmäuse werden durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Jahre alt, selten älter.

Entwicklung der Jungen

  • 1-2 Tage die Jungen sind nackt und blind
  • 2-4 Tage die Pigmentierung wird erkennbar
  • 3-5 Tage die Ohren öffnen sich
  • 10-14 Tage die Augen öffnen sich
  • 14-16 Tage die Mäuse beginnen feste Nahrung zu fressen, werden aber weiterhin gesäugt
  • 19-28 Tage ab dem 28. Tag können die Weibchen geschlechtsreif werden, die Männchen folgen mit etwa dem 30. Tag und sollten jetzt von den Schwestern und der Mutter getrennt werden.

Hier finden Sie eine Hilfe zur Geschlechtertrennung bei Farbmäusen.


Krankheiten

Durch die enorm lange Zeit der Zucht sind Farbmäuse zu recht sensiblen Tieren geworden, so dass sich für sie einige klassische Erkrankungen ausmachen lassen.
Am häufigsten treten bei den kleinen Nagern Atemwegserkrankungen auf. Behandelt werden müssen die Tiere im Falle von Symptomen meist mit Antibiotika. Generell sind die Lungen der Tiere sehr empfindlich, so dass die Tiere auch zu Erkältungen, Lungenentzündungen und Schädigungen der Lunge durch Ammoniak neigen. Ein sauberes, warmes, trockenes und zugfreies Gehege ist hier die beste Vorbeugung.
Neben der Anfälligkeit der Lunge sind bei Mäusen vor allem Tumore als Erkrankung von Bedeutung. Längst nicht alle Tumore sind bösartig. Oft handelt es sich um Geschwülste des Fettgewebes. Auch das Wachstumstempo ist höchst unterschiedlich. So kann auch ein Tier mit einem Tumor immer noch seine natürliche Lebensspanne vollenden, bevor der Tumor so belastend wird, dass das Tier eingeschläfert werden muß. Tumore können mitunter auch operiert werden. Hier muß der Tierarzt entscheiden, ob der Eingriff Aussicht auf Erfolg und damit eine deutliche Lebensverlängerung für das Tier hat.
Andere Krankheiten sind bei Farbmäusen eher selten.
Für veterinärmedizinische Notfälle sollten Sie eine Finanzreserve von 100 bis 200 Euro anlegen, je nach Gruppengröße.


Vergesellschaftung

Weibliche und kastrierte Farbmäuse sind recht einfach zu vergesellschaften. Meist reicht es neutralen Boden zu schaffen, auf dem sich die Tiere kennen lernen. Auch Kleinsetzen ist bei diesen Tieren geeignet. Schwierigere Charaktere sollten mit der Etappenmethode zusammengebracht werden, um eine harmonische Gruppe zu erhalten.
Schwieriger als die Vergesellschaftung Weibchen - Weibchen oder Weibchen - Kastrat ist die Vergesellschaftung von Kastraten. Dabei gilt: Je länger die Tiere kastriert sind, umso einfacher und friedlicher läuft die Vergesellschaftung ab. Ab ca. 3 bis 4 Monaten nach der Kastration sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Frischkastrierte Böcke hingegen reagieren noch wie unkastrierte Vertreter ihrer Art. Daher sollten Sie hier noch abwarten. Frühestens 4 Wochen nach der Kastration ist ein Versuch für erfahrene Halter sinnvoll. Wenig erfahrene Halter sollten mindestens 8 bis 12 Wochen verstreichen lassen – je nachdem wie aggressiv sich die Vergesellschaftungskandidaten vor der Kastration gezeigt haben.
Manche raten zum Kleinsetzen zur Vergesellschaftung von Böckchen, um Beißereien beim Kennenlernen zu verhindern. Dies verzögert jedoch die Kämpfe maximal zeitlich nach hinten. Manchmal beißen sich die Tiere sogar in der kleinen Box blutig.
Beißen sich die Tiere blutig und gebärden sich hochaggressiv, unterlassen Sie besser jeden weiteren Vergesellschaftungsversuch, da der Erfolg in jedem Fall ausbleiben wird und weitere Versuche daher nur unnötigen Stress darstellen.
Im Idealfall sollten Sie gar nicht erst versuchen, zwei unkastrierte Böcke zu vergesellschaften, da die Erfolgsaussichten einer solchen Vergesellschaftung nahe Null liegen. Solche Unterfangen sollten Haltern mit langjähriger Erfahrung vorbehalten bleiben!
Einmal richtig zerstrittene männliche Tiere, die vorher zusammen saßen, können Sie unkastriert mit keiner Methode wieder vergesellschaften. Sie riskieren sonst den Tod eines oder gar mehrerer Tiere.
Eine Notlösung für einsame Farbmausmänner ist die Artengesellschaft - vorrangig mit Vielzitzenmäusen oder Weißfußmäusen. Näher Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik Artengesellschaft. Besser ist ein Versuch mit länger kastrierten Kastraten.


Anschaffung

farbi-zierbild1.jpg Sollten Sie sich nach der Lektüre des Textes für Farbmäuse entschieden haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Tiere zu bekommen.
Farbmäuse gibt es sehr oft im Tierschutz. Deshalb sollte Ihr erster Weg Sie zum örtlichen Tierheim oder im Internet zu einer entsprechenden Tierschutzorganisation führen. Private Nothilfen wissen oft, wo Tiere dringend auf ein Zuhause warten, wenn Sie in Ihrem Tierheim nicht fündig werden. Transport können oft organisiert werden. Es ist also auch möglich, Tiere aus entfernteren Nothilfen oder Tierheimen aufzunehmen.
Auch wenn Sie eine bestimmte, eher seltene Farbe suchen, können Sie durchaus im Tierschutz fündig werden. Kann man Ihnen hier nicht weiterhelfen, sollten Sie sich an einen Rassezüchter wenden. Dort finden Sie Tiere in der gewünschten Farbe oder der Züchter kann Ihnen einen Züchter nennen, der sie züchtet.
Auch auf entsprechenden Messen sind oft Rassemäuse vertreten. Gesündere Tiere als aus der Nothilfe dürfen Sie aber auch beim Züchter nicht erwarten.
Von Tieren aus der Zoohandlung sollten Sie in jedem Fall Abstand nehmen. Das Risiko, kranke, mit Parasiten behaftete, zu junge oder schwangere Tiere zu erwerben ist enorm groß. Auch können die Händler oft die Geschlechter nicht sicher unterscheiden, so dass Sie Gefahr laufen, wider Willen ein Pärchen zu erwerben.
Die Anschaffungskosten für Farbmäuse schwanken je nach geplantem Gehege und Inventar sehr stark. So können sie für Gehege, Futter und Inventar von ca. 50 Euro bis über 200 Euro liegen. Der Unterhalt richtet sich dann stark nach der Gruppengröße, der verwendeten Streu und der Gehegegröße/-art. Er kann deshalb auch zwischen 20 und 50 Euro schwanken.
Immer wichtig: Planen Sie einen finanzielle Reserve für veterinärmedizinische Notfälle ein. Diese sollte je nach Gruppengröße bei 100 bis 200 Euro liegen.


Artengesellschaft

Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Farbmäuse sind durch ihr meist freundliches Wesen gut für Artengesellschaften geeignet. Schaffen Sie sie jedoch niemals an, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten. Denn es ist ja nicht unbedingt gesichert, dass die zweite Art die Farbmaus auch akzeptiert - es sei denn, die andere Art kennt schon Farbmäuse oder ihre Verträglichkeit ist zumindest bekannt.
Idealerweise sollten Sie beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Tiere leiden würden.
Bei nicht kastrablen Farbmausböcken ergibt sich aber oft die Notwendigkeit, möglichst schnell Partner zu finden. Wenn Sie keinen verträglichen Kastraten für den einsamen Bock finden, eignen sich Vielzitzenmäuse und Weißfußmäuse am besten als Gesellschaft für den Herrn. Auch Stachelmäuse können als Gesellschaft dienen. Streifengrasmäuse sind dagegen als Gesellschafter für Einzelmäuse ungeeignet.
Bei Gesellschaften mit einsamen Farbmausböcken gelten für das Gehege die Mindestmaße der jeweils dazugesellten Art. Möchten Sie zwei Gruppen zusammen halten, sollte das Gehege ein Mindestmaß von 1 - 4qm haben - je nach geplanter zweiter Art. Auch sollten Sie sicher sein, dass die zweite Art mit den Bedürfnissen und Ernährung der Farbmäuse gut zurecht kommt und umgekehrt. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!


Weitere Informationen

Sie haben noch Fragen, die dieser Steckbrief noch nicht beantwortet hat? Dann können Sie diese ganz einfach in unserem Forum stellen!





Quellen:
http://www.diebrain.de/ma-index.html
http://www.farbmaus-rassezucht.de/
http://www.pfotenstube.at/voegel/maus.htm
http://www.projekt-biomaus.de/

1) Tabellenwerte entnommen von: www.farbmaus-rassezucht.de
 
arten/farbmaus.txt · Zuletzt geändert: 26.10.2011 10:08 von angelus     Nach oben
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