Türkei-Stachelmaus

Die Türkei wurde bis heute nur an einem Fundort nachgewiesen, in der Küstenregion Anatoliens, wo sie 1966 erstmals gesichtet wurde. Dort bewohnt sie lichte Küstenwälder sowie felsige Steppen- und Wüstengebiete in einem deutlich kühleren Klima als andere Arten.
Die geselligen Tiere haben eine graue, leicht violett schimmernde Oberseite mit beige-sandfarbenen Flanken und einer gelblich-weißen Unterseite, die gegen die Flanken stark abgesetzt ist. Dabei haben sie wie fast alle Stachelmäuse ein sehr spitzes Gesicht mit großen, trichterförmigen Ohren und großen, schwarzen Augen, die die Tiere als nachtaktiv ausweisen. Durchschnittlich erreichen Türkeistachelmäuse eine Körperlänge von rund 10cm, der Schwanz ist in der Regel etwas kürzer. Im Durchschnitt wiegen die Tiere dieser Art etwa 40g.
Türkei-Stachelmäuse sind Allesfresser die sich an den grünen Teilen von Gräsern ebenso bedienen wie an Sämereien, die aber auch Wirbellose (Schnecken, Insekten) erbeuten.
Die Paarung ist bei dieser Stachelmausart nicht an eine feste Zeit im Jahr gebunden und findet ganzjährig statt. Nach einer Tragzeit von 35 bis 42 Tagen kommen 1 bis 4 nestflüchtende Junge mit einem Geburtsgewicht von 5g zur Welt, die bereits offene Augen haben und schon bald nach der Geburt neugierig ihre Umgebung erkunden. Sie werden zwei bis drei Wochen gesäugt, fangen aber schon deutlich vor Ende der Säugezeit an, feste Nahrung zu probieren.
Die Geschlechtsreife erreichen die jungen Türkei-Stachelmäuse mit 2 bis 3 Monaten.
Während wilde Vertreter der Art kaum 2 bis 3 Jahre alt werden, können die Tiere in der Haustierhaltung ein Alter von 3 bis 4 Jahren erreichen.
In ihrer natürlichen Umgebung gilt die Türkei-Stachelmaus als stark bedroht. Daher laufen in verschiedenen Zoos Nachzuchtprogramme, um die Tiere dann später wieder auszuwildern und so die Population zu unterstützen.





Quellen
Biologiezentrum.at
Tierdoku.com
Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder, (Hrsg.): Mammal species of the world Vol. 2, 3. Auflage, The Johns Hopkins University Press, Baltimore, 2005

 
arten/cilicicus.txt · Zuletzt geändert: 07.07.2009 14:59 von angelus     Nach oben
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