Buschschwanz-Rennmaus
Systematik und Biologie
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Langschwanzmäuse (Muridae) |
| Unterfamilie: | Rennmäuse (Gerbillinae) |
| Gattung: | Sekeetamys |
| Art: | Buschschwanz-Rennmaus (Sekeetamys calurus) |
Die Buschschwanzrennmaus ist in Deutschland auch als Pinselschwanz-Rennmaus, Quastenschwanzrennmaus, Bilchrennmaus oder Felsenschönschweif bekannt.
Wildtier Buschschwanz-Rennmaus
Buschschwanz-Rennmäusen begegnet man entlang des Roten Meeres im östlichen Ägypten, auf der Halbinsel Sinai, im Südostwn Israels und auf der gesamten Arabischen Halbinsel.
Dort bewohnen sie ausschließlich aride, felsige Gebiete mit heißem und trockenem Klima. Da sie kaum andere Deckung finden, legen sie ihre Nester unter Steinen, in Felsspalten oder auch unterirdisch an. Dort verbringen die mehrheitlich nachtaktiven Rennmäuse den Tag, suchen Schutz vor der Witterung und legen Vorräte an.
Wilde Buschschwanz-Rennmäuse sind nicht besonders wählerisch und ernähren sich von allem, was sie finden, wie etwa Wurzeln, verschiedene Grassamen, Kräuter und Insekten. Um ausreichend Nahrung zu finden, legen die Tiere dabei sehr weite Strecken zurück. Erstaunlich ist, dass die Reviere erwachsener Männchen eine durchschnittliche Größe von 104 bis 234 m², die erwachsener Weibchens aber nur 7 bis 9 m² haben. Die durchschnittliche Populationsgröße ist mit 1 bis 2 Tieren pro Hektar Land sehr gering.
Ebenfalls sehr gering in freier Natur ist die durchschnittliche Lebenserwartung. Während Buschschwanz-Rennmäuse als Haustiere bis zu 5 Jahren alt werden, überleben sie in der Wildnis oft nur 6 Monate.
Um trotzdem das Bestehen der Art zu gewährleisten, können sie sich das ganze Jahr über fortpflanzen.
Für den Menschen sind die wilden Buschschwanz-Rennmäuse nicht von nennenswerter Bedeutung.
Anatomie und Erscheinung
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 10 bis 13 cm und einer Schwanzlänge von 12 bis 16 cm hat die Buschschwanz-Rennmaus etwa die Größe einer großen Mongolischen Rennmaus. Während wildlebende Tiere lediglich 45 bis 50 g wiegen, bringen sie es als Haustiere auf 60 bis 80 g. Diese zumeist im Futter begründete Erscheinung, wird im Kapitel Ernährung noch näher beleuchtet. Die Tiere haben je nach Gewicht eine mehr oder weniger starke Birnenform.
Ihren Namen verdankt die Buschschwanz-Rennmaus der dichten, dunkelbraunen Schwanzbehaarung, die ca. 1 Jahr braucht, bis sie voll ausgebildet ist. Bei jüngeren Tieren ist sie noch vergleichsweise dünn und hilft damit bei der Altersbestimmung.
Das Fell ist durch die mehrfache Bänderung der einzelnen Haare gelb-braun, die Unterseite hell cremefarben abgesetzt. Wie bei vielen anderen Rennmäusen verfettet es bei falschem Untergrund und ohne Sandbad schnell.
Die antennenartigen, sehr langen Barthaare dienen dem Tier zur Orientierung in der Dunkelheit.
Die Buschschwanz-Rennmaus als Haustier
Eignung
Buschschwanz-Rennmäuse sind erstaunlich neugierig und werden schnell zahm. Trotzdem sind sie keine Streicheltiere, die Sie bekuscheln können. Jedoch werden sie schnell futterzahm und begrüßen ihren Halter freudig.
Sind Sie bereit, den Tieren einen sehr großen, gut strukturierten Käfig zur Verfügung zu stellen, in dem Sie die Rennmäuse sehr gut beobachten können, sind diese Nager interessante Haustiere für Sie.
Für Kinder sind diese Nager nicht als Haustiere geeignet!
Handhabung
Die Handhabung dieser zutraulichen und lebhaften Tiere ist relativ einfach.
Zum Umsetzen können Sie sie einfach in die Hand nehmen und von einem Gehege ins andere tragen. Scheue Tiere fangen Sie am besten mit einer kleinen Transportbox.
Auch zur Geschlechtsbestimmung können Sie die Tiere nehmen, anheben und vorsichtig drunter schauen. Mit einer durchsichtigen Box können Sie auch scheue Tiere problemlos bestimmen.
Sollte eine tierärztliche Untersuchung notwenig werden, handhaben Sie die Rennmäuse entweder wie zu Hause oder wenden bei Bedarf den Nacken- oder Nacken-Rückengriff an. Zu beachten ist dabei, dass die Falte groß genug ist, da sich die Tiere sonst für eine Untersuchung oder Injektion zu stark bewegen und sich noch ein gutes Stück in der eigenen Haut umdrehen können. Einen Biss des festgehaltenen Tieres müssen Sie nur selten fürchten.
Für Injektionen bietet sich auch die Fixierung des betreffenden Tieres auf der Unterlage mittels Nackengriff und Festhalten an der Schwanzwurzel an.
Entflohene Exemplare fangen Sie am besten mit einer Gitterklappfalle oder einem Kescher ein.
Sozialstruktur und Verhalten
Die geselligen Nager sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Jedoch passen sie sich oft auch ein wenig dem Rhythmus ihres Halters an, damit sie nicht zuviel interessantes verpassen.
Buschschwanz-Rennmäuse sind eine friedliche Rennmausart. Sie können sie also entweder mindestens zu zweit oder in kleinen Gruppen halten. Eine Revierbildung tritt eher selten auf, so dass der Gehegegröße nach oben in der Regel keine Grenzen gesetzt sind.
Da die Tiere sich recht schnell vermehren können, sollten Sie in jedem Fall nur ein Geschlecht anschaffen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine reine Männer- oder Weibchengruppe handelt. Auch eine Weibchengruppe mit Kastraten ist möglich.
Bei Haltungs- und Ernährungsfehlern treten bei Buschschwanz-Rennmäusen Verhaltensstörungen auf. Neben Stereotypien von zu kleinen und zu langweiligen Käfigen ist dies vor allem das Abfressen von Ohren und Schwanz, welches man auch bei anderen Exoten beobachten kann. Diese Verhaltensstörung kann mehrere Ursachen haben. In erster Linie ist sie auf Haltung- oder Ernährungsfehler zurückzuführen. Der Käfig ist dann deutlich zu klein für die Gruppe. Bieten Sie den Tieren mehr Platz, stellen sie dieses Verhalten sehr schnell von selbst wieder ein.
Selten ist die Ursache auch eine Eiweißunterversorgung. Ist also ausreichend Platz vorhanden und die Tiere knabbern an Ohren und Schwänzen, ist es wichtig, die Futterzusammensetzung und damit den Eiweißanteil zu überprüfen.
Haltung
Da Buschschwanz-Rennmäuse aus sehr heißen Gebieten stammen, benötigen sie eine Zimmertemperatur, die nach Möglichkeit nicht unter 20°C liegt. Bei tieferen Temperaturen sollten Sie ihren Rennmäusen deutlich mehr Nistmaterial und entsprechend mehr Futter sowie eventuell eine zusätzliche Wärmequelle anbieten. Sehr hohe Temperaturen können sie aber aufgrund ihrer Herkunft besser tolerieren als andere Kleinsäuger. In heißen Sommern freuen sich aber auch diese Wüstentiere über etwas Abkühlung.
Den sehr bewegungsfreudigen Tieren müssen Sie ein Gehege von mindestens 100x50x150cm für 2 bis 3 Exemplare anbieten, damit diese ihrem natürlichen Bewegungsdrang ausreichend nachkommen können. Größer darf das Gehege natürlich gern sein.
Als Gehege am besten geeignet sind selbstgebaute Nagerschränke, da Sie diese ideal auf die Bedürfnisse der Tiere abstimmen können. Auch Volieren wären für diese Rennmäuse durchaus denkbar. Das Holz ihres Heims nagen sie in der Regel nicht an.
Aquarien sind aufgrund ihrer geringen Höhe ungeeignet. Bei Terrarien stoßen Sie durch die Lüftungsgitter bei der Einrichtung einer Buddeletage sehr schnell an Grenzen, da die Gitter zumeist unter 30 cm Höhe liegen. Diese Höhe mit einer Streuaufschüttung von ca. 25cm benötigen die Tiere aber. Zudem sind Terrarien der notwendigen Größe sehr teuer und unhandlich.
Als Einstreu eignet sich am besten Sand (Attapulgit, Sepiolith). Aber auch Holzspäne, Hanfstreu, Leinstreu, Buchengranulat oder ähnliches sind denkbar. Hiermit kann es allerdings passieren, dass das Fell der Tiere trotz Sandbad leicht fettig ist.
Heu können Sie den Rennmäusen ebenfalls in Schichtung mit der Streu in die Buddeletage geben. So halten ihre unterirdischen Gänge besser. Auch auf den Etagen nehmen die Tiere Heu gern als Nistbaumaterial an.
Buschschwanz-Rennmäuse sind verglichen mit anderen Rennmäusen sehr gute Kletterer. Diesem müssen Sie bei der Einrichtung des Geheges Rechnung tragen. Das können Sie am besten, indem Sie den Tieren große Äste, Stammteile und Wurzeln in ihr Gehege geben.
Als Versteckmöglichkeiten bieten sich Häuschen aus den verschiedensten Naturmaterialien wie Ton, Stein, Holz, Keramik oder Kork an. Bei Kokoshäuschen mit einem Einstiegsloch sollten Sie immer darauf achten, dass das Loch groß genug ist, da die großen Tiere sonst stecken bleiben können.
Ob diese Rennmäuse ein Laufrad brauchen, da scheiden sich die Geister. Haben die Tiere genügend Fläche und Einrichtung, um sich auszutoben, ist ein Rad nicht essentiell notwendig. Wollen Sie es trotzdem anbieten, so muss es ein Rad von mindestens 30 cm Durchmesser sein, um bei den relativ großen Nagern Schäden an der Wirbelsäule vorzubeugen. Die Lauffläche wie auch die hintere Fläche an der Aufhängung müssen geschlossen sein. Das Rad darf keinen Schereneffekt aufweisen und hat deshalb eine einseitige Aufhängung.
Ein Sandbad wiederum ist unabdingbar, wenn Sie sich gegen Sand als Komplettuntergrund entschieden haben, da das Fell der Rennmäuse sonst extrem schnell verfettet. Alternativ zum Sandbad können Sie auch ein Staubbad (Tonmineralien) anbieten. Auch dieses kann das überschüssige Fett im Fell sehr gut aufnehmen.
Dazu kommen je eine Schüssel für Trocken- und Feuchtfutter, die Sie am besten erhöht aufstellen.
Auch wenn Buschschwanz-Rennmäuse aus sehr trockenen Gebieten kommen, muss ihnen jederzeit Wasser, am besten aus einer Flasche, zur Verfügung stehen.
Ernährung
Buschschwanz-Rennmäuse neigen in Gefangenschaft sehr leicht zu Verfettung. Die Haustiere sind gegenüber ihren wilden Artgenossen oft 30 g und mehr schwerer und werden schnell fettleibig. Das führt auf Dauer zu Organschäden. Deshalb müssen Sie sich bei der Fütterung an der extrem kargen Herkunft Ihrer Lieblinge orientieren, um sie lange gesund zu erhalten.
Das Grundfutter besteht im Idealfall ausschließlich fast aus Kleinsaaten. So bietet sich eine Mischung aus verschiedenen Hirsesorten, Glanzsaaten, Grassamen und Waldvogelfutter an, die mit weiteren kleinen, fettarmen Einzelsaaten variiert werden kann. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Mischung aus Exoten- und Kanarien- oder Wellensittichfutter mit dem Zusatz von Grassamen. Auch getrocknete Kräuter können in der Mischung enthalten sein. Sie sichern gleichzeitig die Mineralzufuhr der Tiere.
Da die Rennmäuse in freier Wildbahn kaum jemals Obst finden, empfiehlt sich auch in der Heimtierhaltung, überwiegend Gemüse und anderes Frischfutter zu füttern. Obst können Sie ganz selten mit der Hand als Leckerli reichen.
Ein weiterer unverzichtbarer Bestandteil der Fütterung ist das tierische Eiweiß in Form von Mehlwürmern, Grillen, Heuschrecken, Schaben und anderen Futterinsekten. Diese können Sie mehrmals pro Woche anbieten. Die flinkeren Insekten eignen sich dazu noch hervorragend, um die Tiere zu etwas mehr Bewegung anzuregen. Eiweiß können Sie auch in Form getrockneter Insekten anbieten. Insektenfutter aus der Ziervogelernährung enthält meist relativ viel Zucker und ist daher für diese Tiere ungeeignet.
Fortpflanzung
Weibliche Buschschwanz-Rennmäuse bringen bis zu fünfmal im Jahr nach einer Tragzeit von 20 bis 22 Tagen ihre Jungen zur Welt. Die Größenangaben der Würfe schwanken von 2 bis 6 bis hin zu 2 bis 9 Babys. Durchschnittlich dürften es also 3 - 4 Jungtiere sein, die als Nesthocker geboren werden.
Auch über die Geschlechtsreife machen die Quellen unterschiedliche Angaben, die zwischen 2 und 4 Monaten schwanken.
Doch auch wenn die jungen Weibchen schon gebärfähig sind, dürfen sie nicht sofort gedeckt werden. Sind die Muttertiere zu jung, sind die ersten Würfe oft Fehlgeburten oder die Jungtiere werden nicht aufgezogen.
Die säugenden Weibchen betreuen gemeinsam das Nest und ziehen somit nicht nur ihre Kinder auf. In der Gruppenhaltung kann es aber auch passieren, dass ein Wurf gefressen wird oder ein anderes Weibchen der Mutter die Jungen stiehlt.
Bis die jungen Buschschwanz-Rennmäuse einen eben so dicht behaarten Schwanz haben wie ihre Eltern, dauert es etwa ein Jahr. Das kann sehr hilfreich für eine Altersschätzung sein.
Buschschwanz-Rennmäuse werden bis 5 Jahre alt.
Aufgrund der Vermehrungsfreudigkeit dieser Rennmäuse sollten Sie als Hobbyhalter nur gleichgeschlechtliche Gruppen anschaffen. Sonst stehen Sie schnell vor dem Problem der Überbevölkerung.
Krankheiten
Buschschwanz-Rennmäuse haben wie die meisten Exoten eine relativ robuste Gesundheit, wenn sie ordnungsgemäß gehalten werden.
Eine ausgeprägte Neigung zu bestimmten Krankheiten konnte ich nicht feststellen. Am ehesten ist bei diesen Tieren mit einer Erkältung durch Zugluft oder nach dem Transport zu rechnen. Auch ernährungsbedingte Fettleibigkeit ist leider nicht selten.
Bei Haltungs- und Ernährungsfehlern neigen die Tiere zu teils massiven Verhaltensstörungen (siehe „Sozialstruktur und Verhalten“). Auch Bissverletzungen und Knochenbrüche können vorkommen, sind aber eher selten. Eine vermehrte Krebsneigung haben die Tiere nicht.
Es empfiehlt sich in jedem Fall für veterinärmedizinische (Not)Fälle eine Reserve von ca. 100 Euro im Haus zu haben.
Vergesellschaftung
Die Vergesellschaftung ist verglichen mit anderen Rennmausarten eher problemlos. Bietet man 2 einander fremden Gruppen ein neutrales, ausreichend großes Terrain, werden die Tiere sehr lebhaft durch die Gegend hüpfen und trommeln. Nach einigen Geruchskontrollen und Imponiergesten kehrt meistens Ruhe ein. Bei Einzeltieren läuft es noch ruhiger ab. Sie werden lediglich beschnuppert und sind dann in die Gruppe aufgenommen.
Da die Tiere nachtaktiv sind, sollten Sie sie nach Möglichkeit tagsüber vergesellschaften. Zu dieser Zeit sind die Tiere ruhiger und der Geruch kann sich angleichen, während sie zusammen schlafen.
Kommt es zu Beißereien, müssen die Tiere sofort getrennt und eine andere Vergesellschaftungsmethode gewählt werden. Es empfiehlt sich dann am ehesten die Etappenmethode.
Anschaffung
Wenn Sie sich nach der Lektüre der vorangegangen Kapitel sicher sind, dass Buschschwanz-Rennmäuse für Sie geeignete Haustiere sind, sollten Sie sich am besten an einen seriösen Züchter wenden.
Eine akute Notfallage besteht bei diesen Nagern nicht und man findet sie daher in Tierheimen und Nothilfen nur äußerst selten. Wer möchte, kann sich auch hierin wenden. Hat die Notstation selbst keine Buschschwanz-Rennmäuse, kann sie vielleicht an einen vertrauenswürdigen Züchter verweisen.
Auch auf Messen und Börsen verkaufen einige Züchter ihre Tiere. Schauen Sie dort genau hin, ob die Tiere gesund sind. Mitunter bieten dort auch schwarze Schafe ihre Tiere an.
Vom Kauf der Tiere in einer Zoohandlung würde ich in jedem Fall abraten. Im Gegensatz zum Züchter kann der Zoohändler nichts über das Wesen und die Eigenarten der erstandenen Tiere sagen. Zudem läuft man Gefahr, sich kranke, schwangere oder mit Parasiten verseuchte Tiere einzuhandeln oder nicht das gewünschte Geschlecht zu bekommen. Mitunter werden auch zu junge Tiere verkauft, die dann schnell versterben.
Die Anschaffung der Tiere kann je nach Wahl der des Geheges und der Einrichtung etwa 200 – 400 Euro für die Komplettausstattung kosten (Gehege, Streu, Inventar, Futter, Transportbox). Die günstigste Variante ist dabei ein selbstgebautes Gehege. Wählt man Fertigvolieren oder Glasterrarien in entsprechender Größe, wird es meist teurer.
Je nach Gruppen- und Gehegegröße können Sie mit etwa 30 Euro pro Monat für Einstreu, Sand, Trocken- und Feuchtfutter rechnen.
Artengesellschaft
Bitte bedenken Sie in jedem Fall: Artengesellschaften gehören immer in Hände erfahrener Halter und benötigen deutlich mehr Platz als die artreine Haltung!
Für eine Artengesellschaft sind Buschschwanz-Rennmäuse nur bedingt geeignet, da nicht jedes Exemplar verträglich ist mit anderen Arten. Schaffen Sie also niemals Buschschwanz-Rennmäuse für eine Artengesellschaft an, wenn Sie bei Nichtvertragen nicht auch die Möglichkeit haben, beide Arten getrennt zu halten.
Artengesellschaften mit Langschwanzmäusen wie Farbmäusen, Stachelmäusen oder ähnlichen, gehen selten gut. Daher ist hier grundsätzlich von einer Artengesellschaft abzuraten.
Sie sollten beide Arten, die Sie vergesellen möchten, schon als artreine Gruppe längere Zeit gehalten haben und ausreichend über die Bedürfnisse und Eigenheiten beider Arten informiert sein. So vermeiden Sie Artenkombinationen, unter denen einige Bedürfnisse der Tiere leiden würden.
Eine Artengesellschaft mit Buschschwanz-Rennmäusen ist nur mit Nagern denkbar, die wie diese gut und gerne klettern und mit der geringen Energiemenge des Rennmausfutters auch gut ernährt werden können. Das Gehege sollte eine Gesamtgrundfläche (Etagen eingerechnet) von mindestens 3,5 bis 4 qm haben. Können Sie diese Grundbedingungen nicht sicherstellen, sollten Sie von einer Artengesellschaft absehen!
Weitere Informationen
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Quellen:
rodent-info.net
Schulzoo Leipzig






